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Change Management: Menschen & Kultur

Change Management: Menschen & Kultur

(Quelle: unsplash.com)
Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2020/10 – Seite 1
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3. Oktober 2020 - Der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier, was sich im Unternehmen spätestens dann bemerkbar macht, wenn Veränderungen anstehen. Doch Veränderungen respektive der Wille dazu lassen sich managen. Wie man dabei vorgehen kann, erklärt Albert Schnyder, Dozent und Projektleiter an der Hochschule für Wirtschaft Luzern und Experte für das Thema Change Management.
Wenn in einem Unternehmen neue Tools, Prozesse und Strategien implementiert werden, ist die Arbeit mit der technologischen oder administrativen Integration noch lange nicht getan. Entsprechende Prozesse wollen entwickelt, Mitarbeiter geschult und dauerhaftes neues Nutzerverhalten etabliert werden. Der vorliegende Fokus von «Swiss IT Reseller» widmet sich der Disziplin, die genau diese Herausforderungen angeht: dem Change Management.Reseller sind heute mehr denn je gefordert, Change Management im Zuge eines IT-Projektes mitzuliefern. Manche tun das bisher kaum, andere kaufen die Beraterleistungen hinzu und wieder andere haben bereits eigenständige Teams, die das Change Management bei ihren Kunden und Projekten begleiten. Im ersten Teil des Fokus beantwortet Albert Schnyder, Dozent für Change Management an der Hochschule für Wirtschaft in Luzern, die brennendsten Fragen rund um Change Management. Im Anschluss diskutieren drei Change-erfahrene Schweizer Reseller gemeinsam mit Microsoft die Strategien, Herausforderungen und Chancen, die mit dem Schritt in diesen beratungslastigen Fachbereich einhergehen.
«Das Interessante am Menschen ist ja folgendes: Wir kommen als Babies zur Welt und merken sofort, dass wir stark auf andere Menschen angewiesen sind. Wir wollen als Kinder etwa immer den Knopf im Tram drücken und haben daher ein ausgesprochen positives Verhältnis zur Veränderung, mit der wir uns Neues erschliessen», erklärt Albert Schnyder, der als Dozent und Projektleiter Public and Non-Profit-Management an der Hochschule für Wirtschaft in Luzern die angehenden Wirtschaftsinformatiker in Change Management unterrichtet. Aber, wie er ergänzt, ändert sich dies im Laufe unserer Sozialisation massgeblich und wir tun uns als Erwachsene schwerer mit Einschnitten in unsere Gewohnheiten. Dies sei bedingt durch biografische, persönliche, aber eben auch berufliche Faktoren und Erfahrungen, die wir auf unseren Lebenswegen erfahren. «Bei Vielen resultiert das darin, dass im Zweifelsfall das Bestehende einen Vorteil gegenüber dem Neuen geniesst, welches für viele Menschen zunächst mit Unsicherheit verbunden ist», so Schnyder. Dies, so der Experte weiter, ist ein Hauptgrund für die Notwendigkeit von Change Management.

Der zweite zentrale Zusammenhang ist, dass heute oft und gerne an der grundlegenden Struktur von Organisationen gearbeitet wird. Im Falle eines Strategiewechsels etwa machen sich neben dem Management, das über die Strategie entscheidet, auch die Mitarbeitenden Gedanken zu ihrem Platz innerhalb der neuen Organisationsstrategie. Change ist damit ein natürlicher Teil einer sich bewegenden und entwickelnden Wirtschaft.

Und drittens, so Schnyder, gehe es um Kultur. «Ein gutes Beispiel finden wir in den Nullerjahren – da kam die Idee auf, dass man Banken und Versicherungen zusammenlegen könnte», berichtet der Change-­Experte. «Das hätte den Investmentbankern damals haufenweise Geld für ihre Geschäfte in die Kassen gespült. Aber wenn man die Kultur in Versicherungen anschaut, merkt man, dass es da grösstenteils um Sicherheit, Solvenz und lange Fristen geht. Das ist aber nicht vereinbar mit dem Investmentbanking, wo es immer heisst: lieber heute als morgen.» Seine Erfahrung aus der Beratung habe wiederholt gezeigt, dass sich Unternehmen zu wenig Gedanken um soziale und kulturelle Begebenheiten und die Arbeit mit diesen Faktoren machen.
 
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