Schlaue Mäuse trotzen Elefanten

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2009/06 – Seite 1
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30. März 2009 - Der Vormarsch von ERP-Riesen wie Microsoft und SAP in den KMU-Markt fordert mittelständische Anbieter. IT Reseller hat acht solcher Anbieter gefragt, was von modernen ERP-Lösungen verlangt wird und wie sie sich angesichts der funktionell immer gleicher werdenden ERP-Lösungen von der Konkurrenz absetzen.
Der Wind im ERP-Markt wird rauher, seit grosse Anbieter wie SAP oder Microsoft den Mittelstand als Wachstumstreiber entdeckt haben. Hinzu kommt, dass immer mehr Funktionen als Standard wahrgenommen werden. IT Reseller hat acht mittelständische Anbieter gefragt, wie sie sich dennoch von ihrer Konkurrenz abheben und den Grossen die Stirn bieten können. Erste Gemeinsamkeit: Sie alle geben sich sehr selbstbewusst. Ihre Grösse scheint durchaus Vorteile zu bieten.

«Die meisten vergleichbaren Produkte von Mitbewerbern können vermutlich etwa gleich viel», gibt Davor Fulanovic, Geschäftsführer des «Alpha+»-Herstellers Fulsoft unumwunden zu. Der Unterschied liege in der Art und Weise, wie das Zusammenspiel der verschienen Module in der Praxis funktioniere, die feinen Details, die den Arbeitsalltag wirklich erleichtern würden. «Intuition», ist ein Schlagwort, das fast alle Hersteller anführen. Der deutsche Software-Hersteller Wilken beispielsweise, hat in den letzten Jahren viel Zeit und Geld in die Bedienbarkeits-Forschung inves­tiert, wobei mit speziellen Kameras der Blickverlauf und die Maussteuerung aufgezeichnet und daraufhin die Oberfläche optimiert wurde.

Benutzerfreundlichkeit als Merkmal

«ES flossen auch Ergebnisse der Hirnforschung ein», sagt Wolfgang Grandjean, Marketingchef bei Wilken. Doch auch interne Innovationswettbewerbe sollen bei Wilken den Fortschritt vorantreiben. So präsentierte das Unternehmen an der Cebit eine ERP-Lösung mit Sprachsteuerung, die auf der Idee eines Angestellten basiert.

Europa 3000, Hersteller der gleichnamigen ERP-Lösung, setzt in Sachen Benutzerfreundlichkeit auf Vertrautes: «Die Menüführung in unserer neuen Version Future Technology 3 lehnt sich an die neueste Office-Generation an», so Geschäftsführer Ralph Stucki.
Einfache Bedienbarkeit bedingt auch, dass keine unnötigen Funktionen den Anwender ablenken. Genau hier sehen die kleineren Anbieter, unter anderem dank ihrem Branchenfokus, einen Vorteil gegenüber den Grossen. «Unternehmen unterscheiden sich bei der Erbringung der Leistungen im Wettbewerb», sagt Godesys-Vorstand Godelef Kühl. Nicht nur das Produkt oder der Preis mache den Unterschied, sondern auch Prozesse.
 
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