Frechheiten: Selbst die künstliche Intelligenz ist empört - Dieses Interview ist eine #Frechheit!
Quelle: ICT-Berufsbildung Schweiz

Frechheiten: Selbst die künstliche Intelligenz ist empört - Dieses Interview ist eine #Frechheit!

von Serge Frech, Geschäftsführer, ICT-Berufsbildung Schweiz
9. Dezember 2023

     

Zum krönenden Abschluss seiner diesjährigen Kolumne hat sich Serge Frech von ChatGPT interviewen lassen. Die KI hat auch gleich die Antworten und das Foto unten ausgespuckt. Die empörte und dringliche Haltung treibt die Ernsthaftigkeit der angesprochenen Themen auf die Spitze.



ChatGPT: Guten Tag, Serge. Ihre Kolumne hat ganz schön Staub aufgewirbelt. Ist es wirklich so dramatisch mit dem ICT-Fachkräftemangel in der Schweiz?
Serge:
Guten Tag. Ja, es ist dramatisch. Wir sprechen hier nicht über ein kleines Problem, sondern über eine Krise, die unsere gesamte Wirtschaft bedroht. Wenn wir jetzt nicht handeln, riskieren wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherheit unserer Infrastruktur!
Anm.: Eine Studie von Digitalswitzerland beziffert den kumulierten Wertschöpfungsverlust aufgrund des ICT-Fachkräftemangels bis 2030 mit 31,1 Milliarden Franken. 2030 fehlen der Schweiz gemäss der Studie 38'700 ICT-Fachkräfte.


ChatGPT: Sie pochen auf mehr Frauen in der ICT. Aber ist das wirklich so entscheidend?
Serge:
Absolut! Es geht hier nicht nur um Gleichberechtigung. Der Mangel an Frauen ist ein eklatantes Versäumnis. Wir verlieren dadurch Kreativität und Innovation. Wie können wir es uns erlauben, das Potenzial von so vielen klugen Köpfen zu ignorieren?
Anm.: Der Frauenanteil im Berufsfeld ICT liegt bei 17 Prozent. Im der Fachrichtung Applikationsentwicklung ist der Anteil nur noch halb so gross. Besonders beunruhigend: In der Berufslehre beträgt der Anteil an Frauen 14 Prozent.

ChatGPT: Ihre Kritik an den unkoordinierten Massnahmen ist ziemlich scharf. Das klingt fast nach einem Vorwurf des Versagens!
Serge:
Das ist es auch! Es reicht nicht, hier und da etwas zu tun. Die aktuelle Situation ist ein Chaos! Zu viele Verbände und Organisationen arbeiten ohne gemeinsame Richtung. Das ist ineffizient und unverantwortlich. Wir brauchen eine klare, koordinierte Strategie!
Anm.: Allein im Bereich Frauenförderung gibt es über 30 engagierte Organisationen. Hunderte von MINT-Förderprogrammen. Es fehlen auch Langzeitstudien über die Wirksamkeit all dieser Massnahmen. Ein Schulterschluss und koordinierte, nachhaltige Massnahmen sind dringend angebracht.

ChatGPT: Und was sagen Sie zur Finanzierung der ICT-Berufsbildung? Sie behaupten, sie sei ein Witz!
Serge:
Genau das ist sie. Wir reden hier über die Zukunft der ICT-Branche. Ohne angemessene Finanzierung können wir keine qualitativ hochwertige Ausbildung gewährleisten. Das ist kurzfristiges Denken, das langfristigen Schaden anrichtet.
Anm.: ICT-Berufsbildung Schweiz finanziert sich als nationale Organisation der Arbeitswelt, das heisst als zuständiger Verband für sämtliche eidgenössischen Berufsabschlüsse in der Informatik und Mediamatik, zu 20 Prozent aus Beiträgen von angeschlossenen Partnerverbänden. Zu 80 Prozent finanziert er sich selbst. Die profitierenden Unternehmen und Verwaltungen leisten keinen ausreichenden finanziellen Beitrag.


ChatGPT: Ihr Aufruf zum Handeln klingt fast wie ein Hilfeschrei. Ist die Lage wirklich so ernst?
Serge:
Ja, sie ist ernst. Wir stehen an einem Wendepunkt. Entweder wir handeln jetzt entschlossen oder wir sehen zu, wie unsere Wirtschaft und unsere Sicherheit den Bach runtergehen. Es ist Zeit, aufzuwachen und gemeinsam für eine bessere Zukunft zu kämpfen.
Anm.: 80 Prozent aller ICT-Fachkräfte in der Schweiz entspringen der Berufsbildung. Und dies auf allen Bildungsstufen. Gemäss einer Studie müssten Unternehmen eine Lehrstellenquote von 12,1 Prozent aufweisen, um sich selbst nachhaltig mit Fachkräften zu alimentieren. Heute liegt die Quote bei 8,9 Prozent. Um Fachkräfte zu ernten, müssen Lehrstellen gesät werden.


Serge Frech
Serge Frech ist seit 2018 Geschäftsführer von ICT-Berufsbildung Schweiz. Zuvor war er in verschiedenen Führungspositionen im Bildungsumfeld tätig, zuletzt für den Gebäudetechnikverband Suissetec, wo er das Departement Bildung leitete und Mitglied der Geschäftsleitung war. Davor war er stellvertretender Chef Ausbildung im militärischen Nachrichtendienst.


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