Cloud-Services und Cyber Security lassen IT-Ausgaben 2024 deutlich steigen
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Cloud-Services und Cyber Security lassen IT-Ausgaben 2024 deutlich steigen

Generative KI soll sich noch nicht wesentlich auswirken, Cloud-Kostensteigerungen und Cyber-Security-Investitionen hingegen schon: Gartner prognostiziert für 2024 ein Wachstum der weltweiten IT-Ausgaben um 8 Prozent.
20. Oktober 2023

     

Die weltweiten IT-Ausgaben sollen sich laut Gartner im Jahr 2024 auf 5,1 Billionen US-Dollar belaufen, was einem Anstieg von 8 Prozent gegenüber 2023 entspricht. Kostentreiber sind dabei vor allem Cloud-Services und Cyber-Security-Lösungen. So werden die Cloud-Ausgaben laut den Marktanalysten um bis zu 20,4 Prozent steigen – was jedoch nicht nur auf eine verstärkte Nutzung, sondern zu grossen Teilen auf Preiserhöhungen der Cloud-Anbieter zurückzuführen ist.


Die Ausgaben für Cybersicherheit befeuern laut Gartner ebenfalls das Wachstum im Softwaresegment. In einer Umfrage unter CIOs und Technologieexperten gaben 80 Prozent der Befragten an, dass sie planen, ihre Ausgaben für Cyber- und Informationssicherheit im kommenden Jahr zu erhöhen. "KI hat eine neue Sicherheitsbedrohung für Unternehmen geschaffen", so John-David Lovelock, Distinguished VP Analyst bei Gartner. "Gartner prognostiziert für das Jahr 2024 ein zweistelliges Wachstum in allen Segmenten der Sicherheitsausgaben von Unternehmen."

Insgeamt rechnet Gartner damit, dass die Segmente Software und IT-Services im kommenden Jahr jeweils eine zweistellige Zuwachsrate verzeichnen werden. Aber auch das Hardware-Geschäft soll nach schwierigen Jahren wieder anziehen. Während der Gerätemarkt in den Jahren 2022 und 2023 unter den Auswirkungen der Inflation litt, ziehen die Ausgaben im Jahr 2024 mit einem Wachstum von 4,8 Prozent wieder leicht an. Generative KI hat laut der Prognose hingegen noch keine wesentlichen Effekte auf den weltweiten Markt.


Zudem wurden IT-Ausgaben laut den Marktanalysten oftmals verschoben. CIOs leiden demnach unter Veränderungsmüdigkeit, die sich häufig in einem Zögern bei den Investitionen in neue Projekte und Initiativen äussere. Dies führe dazu, dass ein Teil der IT-Ausgaben des Jahres 2023 in das Jahr 2024 verschoben wird. Ein Trend, der sich voraussichtlich bis 2025 fortsetzen soll. "Angesichts einer neuen Welle von Pragmatismus, Kapitalbeschränkungen oder Margenbedenken verschieben CIOs einige IT-Ausgaben", so Lovelock. "Die Unternehmen verlagern den Schwerpunkt ihrer IT-Projekte auf Kostenkontrolle, Effizienz und Automatisierung und schränken IT-Initiativen ein, bei denen es länger dauert, bis sie Früchte tragen." (sta)



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