GFT meldet Umsatzplus - Gewinn aber deutlich im Minus
Quelle: GFT

GFT meldet Umsatzplus - Gewinn aber deutlich im Minus

GFT kann die eigenen Prognosen für das Jahr 2025 erfüllen. Damit geht aber auch ein zweistelliger Gewinnrückgang einher. Die Zukunftsziele bleiben dennoch ambitioniert.
9. März 2026

   

Der deutsche Softwareanbieter GFT konnte den Umsatz im Geschäftsjahr 2025 laut vorläufigen Zahlen um 2 Prozent auf 888,3 Millionen Euro steigern. Damit hat das Unternehmen die eigenen Prognosen übertroffen. Das Geschäft mit Versicherungskunden entwickelte sich besonders positiv und führte zu einem Umsatzwachstum von 15 Prozent. Auch der Bereich Industrie & Sonstiges verzeichnete laut GFT mit 14 Prozent ein starkes Wachstum gegenüber dem Vorjahr.

Mit Blick auf die Regionen stieg der Umsatz in Nord-/Südamerika, Grossbritannien & APAC um 6 Prozent. Haupttreiber waren das starke Wachstum in Brasilien (+28%), Kolumbien (+19%) und den USA (+17%). Der Umsatz in der Region Kontinentaleuropa verringerte sich jedoch um 3 Prozent, das vor allem aufgrund des "selektiven Investitionsverhaltens" in bestimmten europäischen Märkten, insbesondere in Spanien (-1%), Deutschland (-3%) und Italien (-4%). In der Schweiz legten die Geschäfte im ersten Halbjahr um 42 Prozent auf 7,15 Millionen Euro zu ("IT Reseller" berichtete), für das Gesamtjahr weist GFT jedoch noch keine Zahlen aus.


Während der Umsatz ein leichtes Plus verzeichnete, muss das Unternehmen für den Gewinn einen deutlichen Knick melden. Das EBITDA ging um 26 Prozent auf 69,54 Millionen Euro zurück. Das Konzernergebnis brach gar um 29 Prozent auf 46 Millionen Euro ein. GFT schreibt diese Entwicklung vor allem den Geschäften in Grossbritannien sowie dem Bereich Software Solutions zu, aber auch den Investitionen in Künstliche Intelligenz. "Unser Fokus liegt auf der weiteren Steigerung von Effizienz, der Skalierbarkeit unseres Geschäftsmodells und operativer Exzellenz. Dies schafft die finanziellen Voraussetzungen, um unsere ambitionierten Ziele bis 2029 zu erreichen", erklärt Jochen Ruetz, CFO und stellvertretender CEO von GFT Technologies.

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet GFT trotz eines "weiterhin herausfordernden makroökonomischen Umfelds" ein Umsatzwachstum von 5 Prozent (währungsbereinigt) auf rund 930 Millionen Euro sowie einen Anstieg des bereinigten EBIT um 7,6 Prozent auf 71 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) soll sich deutlich um 21 Prozent auf rund 56 Millionen Euro verbessern, was einer EBT-Marge von 6 Prozent entspricht. Für das Jahr 2029 strebt GFT im Rahmen seiner Zukunftsstrategie einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro bei einer bereinigten EBIT-Marge von 9,5 Prozent an. (sta)


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