OpenAIs Hardware-Chefin verlässt Unternehmen nach Pentagon-Deal
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OpenAIs Hardware-Chefin verlässt Unternehmen nach Pentagon-Deal

Nach dem Ausstieg von Anthropic hat OpenAI eine Zusammenarbeit mit dem Pentagon übernommen. Nun verlässt Hardware-Chefin Caitlin Kalinowski den ChatGPT-Anbieter aufgrund von Bedenken.
9. März 2026

   

Anscheinend wollen nicht alle Mitarbeitenden den eingeschlagenen Weg von OpenAI mitgehen. Nachdem das US-amerikanische KI-Unternehmen eine Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium getroffen hat, gab Hardware-Chefin Caitlin Kalinowski am vergangenen Samstag ihren Rücktritt bekannt. Als Gründe nennt sie Bedenken hinsichtlich des Deals mit dem Pentagon.

"Ich habe bei OpenAI gekündigt. Das Robotik-Team und die Arbeit, die wir gemeinsam aufgebaut haben, liegen mir sehr am Herzen. Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen", so Kalinowski in einem Beitrag auf X. "KI spielt eine wichtige Rolle für die nationale Sicherheit. Aber die Überwachung von US-Bürgern ohne gerichtliche Kontrolle und tödliche Autonomie ohne menschliche Autorisierung sind Themen, die mehr Überlegung verdient hätten, als ihnen zuteilwurde." Bei ihrer Entscheidung gehe es um Prinzipien, nicht um Personen. "Ich habe grossen Respekt vor Sam und dem Team und bin stolz auf das, was wir gemeinsam aufgebaut haben." Kalinowski kam im Jahr 2024 zu OpenAI, nachdem sie zuvor bei Meta Platforms die Entwicklung von Augmented-Reality-Hardware geleitet hatte.


OpenAI hatte Ende Februar eine Vereinbarung mit dem Pentagon bekannt ⁠gegeben, nachdem kurz zuvor OpenAI-Rivale Anthropic abgesprungen ist beziehungsweise von US-Präsident Donald Trump ausgeschlossen wurde. Anthropic ⁠hatte Garantien im Rahmen des Deals gefordert, damit die eigene KI nicht für vollständig autonome Waffen oder zur Massenüberwachung von US-Bürgern eingesetzt wird. Ohne Erfolg. OpenAI scheint diese Bedenken nur bedingt zu teilen, führt laut "Reuters" aber an, dass der entsprechende Vertrag Schutzvorkehrungen enthalten soll. "Wir sind uns bewusst, dass die Menschen zu diesen Themen eine klare Meinung haben, und wir werden weiterhin mit Mitarbeitern, Regierungen, der Zivilgesellschaft und Gemeinschaften auf der ganzen Welt diskutieren", erklärte das Unternehmen in einer Stellungnahme gegenüber „Reuters“. (sta)


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