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Coronavirus: Unternehmensmarkt reagiert auf die Krise

Coronavirus: Unternehmensmarkt reagiert auf die Krise

(Quelle: Pixabay)
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9. April 2020 - Der Enterprise-Markt hat langsamer auf die Coronavirus-Krise reagiert als der PC- und AV-Systemmarkt – bereits im Februar lagerten die Wiederverkäufer in Erwartung einer Lieferunterbrechung Produkte auf Lager.
Der Enterprise-Markt reagiert etwas langsamer auf die Coronavirus-Krise als etwa der PC- und AV-Systemmarkt. So legten Reseller in Erwartung einer Lieferunterbrechung etwa bereits im Februar Produkte auf Lager. Es sei jedoch möglich, die Auswirkungen der Krise auf den Unternehmenssektor im IT-Vertriebskanal Westeuropa (WE) zu erkennen, nachdem die Zahlen für Woche 12 in die neuesten Daten des IT-Marktforschungsunternehmens Context aufgenommen wurden.

Wie erwartet entwickelt sich das Segment UC und Kollaboration – zu dem Produkte für Geschäftskommunikation und Zusammenarbeit wie VoIP-Systeme, Headsets und Kameras gehören – gut, was durch die wachsende Bedeutung der Arbeit aus dem Home Office noch verstärkt wird. Die Gewinne beschleunigten sich in der Woche 11 und Woche 12, und es wird erwartet, dass sich dieser Trend bis in den April hinein fortsetzt.

Netzwerkmanagement und Sicherheit, die Kategorie, die VPNs, Gateways und Firewalls umfasst, ist ebenfalls im Kommen, da Unternehmen ihre Netzwerkinfrastruktur aktualisieren, um ihren Mitarbeitern das Arbeiten von zu Hause aus zu ermöglichen. Dies gilt insbesondere für KMU, von denen viele zuvor nicht über die entsprechende Infrastruktur verfügten. Die Veränderung ist umso bemerkenswerter, als sich dieses Marktsegment während des gesamten Jahres 2019 und bis in den Januar 2020 hinein in einem konstanten Rückgang befand.
Die andere Seite ist allerdings die geringere Nachfrage nach IT-Infrastruktur, da Einschränkungen und Sperren einen zunehmenden Einfluss auf die Verkäufe haben, wobei die Verkäufe von Servern und Netzwerk-Switches in Woche 12 deutliche Anzeichen eines Rückgangs aufweisen. Ob dies ein echter Trend ist oder nicht, wird sich erst in den nächsten Wochen bestätigen – das Ende des Quartals wird Geschäfte bringen, die den Verlust ausgleichen. Dennoch führen Geschäftsschliessungen zu einer deutlichen Unterbrechung der Infrastrukturinvestitionen.

"Mit Blick auf die Zukunft sollten Software- und Kollaborationsprodukte weiterhin florieren, und die Unternehmen werden wahrscheinlich auch mehr Netzwerkausrüstung benötigen, um die Heimarbeit zu ermöglichen und zu optimieren. Umgekehrt besteht die Sorge, dass sich die Nachfrage im Infrastruktursegment weiter verlangsamen wird, da die Einschränkungsregeln auf dem derzeitigen Niveau bleiben", so Context. (swe)

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