Halbleiter-Umsätze sinken 2019 um 9,6 Prozent

Halbleiter-Umsätze sinken 2019 um 9,6 Prozent

(Quelle: Semiconductor Industry Association)
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23. Juli 2019 - Gartner sieht schwarz für die nahe Zukunft der Halbleiterindustrie. Die Umsätze sollen im Jahr 2019 um beinahe 10 Prozent sinken. Besonders schwer betroffen sollen die Durchschnittspreise für DRAM sein, die aufgrund von Überkapazitäten um 42 Prozent fallen sollen.
Die weltweiten Umsätze mit Halbleitern werden sich im Jahr 2019 auf 429 Milliarden US-Dollar belaufen, so eine aktuelle Prognose des Research- und Beratungsunternehmens Gartner. Das entspricht einem Rückgang von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2018 mit Umsätzen in Höhe von 475 Milliarden US-Dollar. Auch gegenüber der Prognose aus dem vorherigen Quartal von (-3,4%) hat sich die Schätzung deutlich verschlechtert.

"Der Halbleitermarkt wird von mehreren Faktoren beeinflusst: Eine schwächere Preisumgebung für Speicher und einige andere Arten von Chips, der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie das geringere Wachstum bei wichtigen Anwendungen wie Smartphones, Server und PCs führen insgesamt zum schwächsten Wachstum des weltweiten Halbleitermarktes seit dem Jahr 2009", sagt Ben Lee, Senior Principal Research Analyst bei Gartner. "Produktmanager im Halbleitermarkt sollten ihre Produktions- und Investitionspläne überdenken, um sich vor diesem schwächeren Markt zu schützen."

Ein nachfragegetriebenes Überangebot im DRAM-Markt soll die Preise 2019 um 42,1 Prozent drücken, und das Überangebot werde sich voraussichtlich bis zum zweiten Quartal 2020 erstrecken, so Gartner. Der Rückgang sei auf eine langsamere Nachfrageerholung bei den Hyperscaler-Anbietern und die steigenden Lagerbestände der DRAM-Anbieter zurückzuführen. Damit ende die längste Periode der Unterversorgung, die bislang in der DRAM-Branche zu beobachten gewesen sei, meint Gartner.

Der anhaltende Streit zwischen den USA und China führe ausserdem zu einer Unsicherheit über die Handelssätze. Die von den USA verhängten Beschränkungen für chinesische Unternehmen beruhen auf Sicherheitsbedenken und werden sich längerfristig auf Angebot und Nachfrage bei Halbleitern auswirken. Dies werde Chinas heimische Halbleiterproduktion beschleunigen und lokale Zweigstellen von Technologien wie ARM-Prozessoren schaffen. Einige Produktionsstätten werden während des Konflikts ausserhalb Chinas verlagert, und viele Unternehmen werden versuchen, ihre Produktionsbasis zu diversifizieren, um weitere Störungen zu reduzieren. (swe)

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