Online-Schnäppchenjäger nutzen Coupon-Köder aus
Quelle: Connexity

Online-Schnäppchenjäger nutzen Coupon-Köder aus

Online-Händler versuchen Kaufabbrecher umzustimmen, indem sie ihnen Gutscheine oder Rabatte offerieren. Offenbar nutzen das viele Shopper gezielt aus.
27. Oktober 2015

     

Ein Mittel von Online-Händlern, Kaufabbrecher von ihrem Vorhaben abzubringen und diese doch noch zum Kauf zu bewegen, sind Coupons oder Rabatte. Mit diesen sollen die Kunden kurz vor dem Absprung umgestimmt und vom Kauf überzeugt werden. Nun aber warnt das Unternehmen Connexity, ein Technologieanbieter für Marketing- und Datendienstleistungen, dass dieses System ausgenutzt wird. Manch ein Schnäppchenjäger habe durchschaut, dass er vor dem vermeintlichen Kaufabbruch einen Gutschein oder einen Rabatt vorgesetzt bekommt, und breche den Online-Kauf deshalb absichtlich ab. Dies wurde im Rahmen einer Umfrage in Nordamerika herausgefunden, bei der 4000 Online-Shopper befragt wurden.

23 Prozent der Befragten haben demnach bereits einmal einen Einkauf absichtlich abgebrochen, in der Hoffnung auf einen Gutschein oder einen Rabatt. Von den absichtlichen Abbrechern würden 53 Prozent auf den Erlass der Versandkosten spekulieren und 45 Prozent auf einen Gratisversand ohne Mindesteinkaufswert. 33 Prozent hoffen auf einen Rabatt auf einen Artikel oder die Gesamtbestellung (siehe Grafik).


"Kaufabbrecher können nicht jedes Mal einen Gutschein erwarten. Online-Händler sollten in ihrem Retargeting-Plan bei der Vergabe von Rabatten Kriterien wie Höhe des Warenkorbwerts oder kostspielige Versandkosten berücksichtigen. Ausserdem sollten sie nicht sofort den Gratisversand anbieten, sondern zunächst Rabatte bei den Versandkosten testen. So haben sie eine gute Chance, ihre Margen zu halten", rät Hayley Silver, VP der Connexity Research Division Bizrate Insights. Die komplette Analyse der Umfrage kann hier bezogen werden. (mw)


Weitere Artikel zum Thema

Post will Online-Einkauf vereinfachen

5. Oktober 2015 - In Zürich, Genf, Lausanne und Basel startet die Schweizerische Post noch diesen Monat einen Test für die Paketzustellung am Sonntag. Zudem will man mit dem Login Post Connector ein einziges Login für alle Onlineshops etablieren.

Die umsatzstärksten Schweizer Onlineshops

15. September 2015 - Digitec ist der B2C-Onlineshop in der Schweiz, der 2014 am meisten Umsatz gemacht hat – nämlich 515,3 Millionen Franken. Neu in die Top 10 geschafft hat es Exlibris.

Schweizer Onlineshops sind beliebt

21. November 2014 - Die Schweizer Onlineshops sind bei den Ausländern beliebt. Allen voran bei den Chinesen, die 43 Prozent aller ausländischen Kunden ausmachen. Aber auch die Schweizer kaufen gerne online.


Artikel kommentieren
Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.

Anti-Spam-Frage: Wie hiess im Märchen die Schwester von Hänsel?
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER