IBM hat die Übernahme von Confluent abgeschlossen. Das kalifornische Unternehmen bietet eine Streaming-Plattform, die Anwendungen und Workflows in Organisationen mit Echtzeitdaten versorgt. Im Fokus stehen dabei vor allem KI-Modelle. Gemeinsam wollen
IBM und Confluent jetzt eine Infrastruktur bereitstellen, über die KI-Agenten auf die benötigten Informationen zugreifen können – mit den erforderlichen Kontrollmechanismen, Governance-Massnahmen und der Echtzeit-Geschwindigkeit, um diese Informationen sicher und in grossem Massstab nutzbar zu machen.
"Mit Confluent geben wir unseren Kunden die Möglichkeit, vertrauenswürdige Daten kontinuierlich durch ihren gesamten Betrieb zu leiten, sodass ihre KI-Modelle und -Agenten auf aktuelle Ereignisse reagieren können und nicht auf Daten, die bereits Stunden alt sind", sagt Rob Thomas, Senior Vice President bei IBM Software und Chief Commercial Officer. Gemeinsam würden IBM und Confluent Unternehmen die Grundlage für ein neues Betriebsmodell bieten, bei dem KI auf Live-Daten basiert und Entscheidungen in Echtzeit ermöglicht.
IBM hat für Confluent 31 US-Dollar je Aktie oder in Summe 11 Milliarden Dollar gezahlt. Für den Konzern ist es eine der grössten und wichtigsten Übernahmen der vergangenen Jahre. Mit 34 Milliarden fiel lediglich die Akquisition von Red Hat im Jahr 2019 deutlich umfangreicher aus. Ob der Brand Confluent wie im Fall Red Hat ebenfalls unverändert weiterbestehen soll, hat IBM aktuell noch nicht kommuniziert.
(sta)