Sonova verkauft das Sennheiser-Geschäft. Als "Ergebnis einer strategischen Überprüfung" wird Sonova ihre Investitionen und Tätigkeiten künftig ganz auf die Bereiche Hörgeräte und Cochlea-Implantate konzentrieren, heisst es in einer Mitteilung des Konzerns. In Folge will sich das Unternehmen vom Consumer-Hearing-Geschäft trennen, das die Produkte der Marke
Sennheiser umfasst. Dessen Vertriebskanäle, Nachfragedynamiken und Entwicklungszyklen würden sich von jenen der Hörgeräte und Cochlea-Implantate deutlich unterscheiden – der Verkauf soll es wiederum ermöglichen, die eigenen Ressourcen gezielter einsetzen zu können.
In Zuge der Sennheiser-Übernahme im Jahr 2022 waren die Erwartungen hingegen noch gross ("IT Reseller"
berichtete). Der ehemalige Sonova-CEO Arnd Kaldowski erklärte damals: "Dank der komplementären Stärken von Sonova und Sennheiser können wir noch mehr Menschen auf ihrem Weg zu gutem Hören begleiten und unserem Unternehmen eine neue Möglichkeit für nachhaltiges Wachstum erschliessen. Wir sind davon überzeugt, dass unser erweitertes Angebot an persönlichen Audiogeräten mit Sprachunterstützung wesentlich dazu beitragen wird, die Akzeptanz von Hörlösungen zu steigern."
Nach vier Jahren erfolgen nun die Rolle rückwärts und der Verkauf des Sennheiser-Geschäfts. Das soll auch die Basis für die Erreichung der ambitionierten Ziele des Konzerns schaffen. Bis zum Geschäftsjahr 2030/31 will der Konzern den Umsatz mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 5 bis 10 Prozent auf sechs Milliarden Franken steigern. Im Geschäftsjahr 2024/25 lag der Umsatz noch bei 3,9 Milliarden Franken. Für Sennheiser will Sonova wiederum einen neuen Eigentümer finden, der das Geschäft fortführt.
(sta)