Mehr Gold für weniger Hersteller im Druckermarkt

Mehr Gold für weniger Hersteller im Druckermarkt

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2008/05 – Seite 1
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25. März 2008 - Schrumpfende Stückzahlen führen zur Konzentration im Druckermarkt. Laser-, LED- und Solid-Ink-Drucker sowie Farbtinten-Drucker wurden 2007 noch rund 290’000 Mal ausgeliefert. Dies sind gegenüber 2006 fast 25’000 weniger. Die Farbtinten-Drucker brechen ein, trotz Stärken im digitalen Fotomarkt. Es zeigt sich der Trend zu Seitendruckern, die mehr leisten und billiger drucken.
Mehr Gold für weniger Hersteller im Druckermarkt
Im Schweizer Druckermarkt 2007 hat sich der Wechsel von Farbtinten- auf Laser-Drucker fortgesetzt. Die IDC-Marktstatistiken zeigen einen klaren Trend weg von Farbtinte. Dieser Negativtrend ist grösser als das Wachstum bei Farbseiten-Druckern. Dies könnte mit der grösseren Leistungsfähigkeit der Seitendrucker und dem Trend zur Vernetzung zusammenhängen. Mehrere Tintenstrahler werden bevorzugt zu einem gemeinsamen Seitendrucker in der Gruppe zusammengefasst.
Stagnierend, mit leichtem Trend nach unten, zeigt sich der Markt für Monochrome respektive Schwarz-weiss-Seitendrucker. Als Seitendrucker versteht man Laser und konkurrierende Technologien (wie LED oder Solid Ink), die eine Seite auf einmal drucken. Die Kategorie enthält Printer für einzelne Arbeitsplätze bis zu grossen Arbeitsgruppen und zählt als stückzahlenmässig grösster Markt. IDC kategorisiert unter anderem in Farbseiten- und Monochrom-Seitendrucker sowie Farbtinten-Drucker. Wir haben diese drei für unsere Marktübersicht ausgewählt.

HP dominiert im Wachstumsmarkt

Das amerikanische Unternehmen HP dominiert mit massiven Marktanteilen den Druckermarkt vor den mehrheitlich japanischen Konkurrenten sowie den amerikanischen Firmen Dell, Xerox und Lexmark. Nur Brother (Monochrom) und Canon (Farbtinten) kommen an HP heran. Die beiden japanischen Unternehmen verfügen als einzige neben HP über zweistellige Marktanteile in der jeweils erwähnten Kategorie. Alle anderen in der Schweiz tätigen Druckerhersteller müssen sich in diesen drei wichtigen Kategorien mit einstelligen Marktanteilen zufrieden geben.
Das koreanische Unternehmen Samsung hat in den letzten Jahren aber stark Marktanteile hinzugewonnen. Samsung verzeichnete 2007 nach HP das grösste Wachstum, beklagt bei den Seitendruckern (Monochrom) jedoch den grössten Rückgang. Die Koreaner verlieren im Bereich Monochrom (–4694) massiv mehr als sie bei den Farbseiten gewinnen (+3695).
HP hat im letzten Jahr mit Canon, Oki und Ricoh bei Farb- und Monochrom-Seiten gegenüber 2006 zugelegt - allerdings mit 16’500 weit mehr als alle anderen. Über alle drei Kategorien gesehen, gewinnen HP, Canon und Oki auf Kosten des Rests weitere Marktanteile.

Farbseitendrucker als Trend
Der Bereich Farbseiten-Drucker ist 2007 um 21 Prozent auf knapp 60’000 Stück gewachsen. Der Zuwachs entspricht rund 10’000 Druckern. Davon entfällt ein grosser Teil auf HP, die mit dem Stückwachstum von 8400 auf 39’500 zwei Drittel des Marktbereichs einnehmen. Der grösste Sprung in der Rangliste ist Samsung von neunter Stelle auf Rang 2 gelungen. Die Koreaner kamen HP mit einem Stückwachstum von 3700 auf 4700 noch am nächsten. Samsung steht 2007 bei einem Marktanteil von 8 Prozent (Zuwachs von 6 Prozent).
Oki ist als die letztjährige Nummer 2 überholt worden. Grund war ein Verlust von fast 2 Prozent Marktanteil, der einem Minus von 330 Stück auf 3500 ausgelieferten Druckern entspricht. Oki hält im Farbseiten-Bereich auf Rang 3 noch 6 Prozent Marktanteil. Auf Rang 4 steht unverändert Xerox, der als einziger Hersteller im Farbseiten-Bereich langsamer als der Markt wächst: Xerox legte zwar um 210 Stück auf 2700 ausgelieferte Drucker zu, verlor aber ein knappes Prozent Marktanteil und steht damit 2007 noch bei 4,6 Prozent. Brother kann sich um einen Platz auf 5 verbessern. Mit 2450 ausgelieferten Farbseiten-Druckern kommen die Japaner neu auf 4,1 Prozent Marktanteil. Mit diesen Zahlen steigt Brother Schweiz zur viertbesten Nation in Brothers EMEA-Region auf. Hinter Frankreich, Deutschland und Grossbritannien und vor den Iberern und den Italienern, die beide über dreimal so grosse Märkte als die Schweiz verfügen.
 
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