Die jährlichen Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) werden zwischen 2025 und 2029 um 31,9 Prozent steigen und laut einer IDC-Prognose letztlich über ein Viertel der weltweiten IT-Investitionen ausmachen. Oder in absoluten Zahlen: 1,3 Billionen US-Dollar bis 2029. "Eine wichtige Erkenntnis aus dieser Prognose ist die klare Übereinstimmung zwischen dem Wachstum der (KI-)Ausgaben und dem Vertrauen der IT-Führungskräfte, dass der effektive Einsatz von KI den zukünftigen Geschäftserfolg steigern kann", so Rick Villars, Group Vice President, Worldwide Research bei
IDC. Seine Warnung: "Anwendungs- und Serviceanbieter, die bei der Integration von KI in ihre Produkte im Rückstand sind und diese nicht mit Agenten erweitern, riskieren Marktanteilsverluste gegenüber Unternehmen, die die Entscheidung getroffen haben, KI in den Mittelpunkt ihrer Produktentwicklungs-Roadmap zu stellen."
Die IDC-Daten sollen zudem zeigen, dass die Einführung agentenbasierter KI die Innovationsfähigkeit von Unternehmen in Hinblick auf Technologie und Coding wesentlich begünstigen wird. Aber auch neue Anforderungen stellt. "Zum Beispiel müssen Führungskräfte besonders auf die Rolle der Mitarbeiter im Unternehmen achten und darauf, wie sich die Rollen ändern, wenn Agenten in der Wirtschaft alltäglich werden", so Crawford Del Prete, President bei IDC. Agenten würden die Art der Arbeit verändern und einige Rollen hochproduktiv machen, während andere obsolet werden. "Arbeitnehmer und Unternehmen werden flexibler als je zuvor sein müssen, um Schritt zu halten."
Mit dem Wachstum der KI-Ausgaben geht darüber hinaus ein massiver Anstieg der zugrundeliegenden Rechenkapazität einher. Kurzfristig wird dies laut IDC einen erheblichen und komplexen Ausbau von Infrastrukturanbietern erfordern, vor allem seitens der Cloud-Anbieter. Langfristig soll der Fokus aber auf anderen Bereichen des Tech-Stacks liegen. Die IT-Ausgaben für Server und Speicher, die nichts mit KI zu tun haben, werden hingegen durch Effizienz und Konsolidierung bestimmt sein.
(sta)