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Der Engagierte: Martin Kelterborn, CEO, Offix

Der Engagierte: Martin Kelterborn, CEO, Offix

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2019/06 – Seite 2
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Den Rucksack füllen

Nach drei Jahren verliess er Shell, um seinen Rucksack mit Erfahrungen zu füllen, wie er selbst sagt. Er heuerte bei GE Capital als Finanzanalyst an, um "zwei Jahre lang Profitabilitätsrechnungen zu wälzen". Die Firma sei gut gewesen, der Spass an der Materie aber war überschaubar. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei Jelmoli – "interessanter Job, aber schlechte Unternehmenskultur" – landete Kelterborn bei Office World, für sechs Jahre. "Die Zeit bei Office World war toll, wir waren ein junges, wildes Team, das die Firma geführt und zurück zum Erfolg gebracht hat." Nach sechs Jahren war die Zeit erneut reif für eine Veränderung , und er wechselte als Geschäftsführer zu Tegro, einem Grosshändler im Baumarkt-Umfeld. "Hier konnte ich viel bewegen und wir waren sehr erfolgreich." Nach zehn Jahren aber – inzwischen 49 Jahre alt – habe er sich die Frage stellen müssen, ob er diesen Job bis zur Pension machen wolle oder nochmals etwas Neues wagen möchte. Er entschied sich für Letzteres, weshalb er heute bei Offix ist – und gefordert. Denn: "Offix ist rund sechs Mal grösser als Tegro und auch einiges komplexer. Das fordert, aber ich habe die Herausforderung gesucht und darum in diesem Job viel Freude."

Lehrer und Coach

Allerdings hätte Kelterborns Karriere im letzten Jahr gut auch einen anderen Verlauf nehmen können. Lehrer zu werden, wäre eine Option gewesen, immer wieder im Laufe der Jahre, zuletzt zum Ende seiner Zeit bei Tegro. "Als Schulpfleger interessiert mich das Bildungssystem und ich habe mir den Quereinsteigerlehrgang als Sekundarlehrer ernsthaft überlegt, sogar die nötigen Assessments gemacht." Letztlich ist es doch nicht dazu gekommen, vermutlich habe ihm am Ende des Tages der Mut gefehlt, reflektiert Kelterborn. "Jetzt ist das Thema abgeschlossen, und ich trauere der Geschichte auch nicht hinterher."

Wohin sein Weg noch gehen könnte, darüber mache er sich wenig Gedanken. Er staune immer wieder ob den jungen Studenten, die er im Rahmen eines Mentor-Programms kennenlernt und die ihr Leben und ihre Karriere bis 65 bereits durchgeplant haben. "Doch das Leben ist nicht planbar. Es ist viel wichtiger, was man aktuell macht, gerne, gut und mit Engagement zu machen, dann gehen immer wieder Türen auf." Mit Engagement kommt Martin Kelterborn auch seinem Hobby nach: dem Fussball. Nachdem er selbst lange Jahre aktiv Fussball gespielt hat, ist er heute als Juniorentrainer beim FC Stäfa tätig. "Fussball war schon immer ein wichtiger Teil meines Lebens, nicht nur wegen des Sports als solches. Fussball in einem Dorfclub hält auf dem Boden und ist ein wunderbarer Integrator, insbesondere auch für Kinder." Fussball ist denn auch die Antwort, die Kelterborn auf die Frage danach gibt, worauf im Leben er stolz sei. Zuerst holt Kelterborn aber aus: "Grundsätzlich gefällt mir das Wort 'stolz' nicht wahnsinnig. Für alles, was ich erreicht habe, musste ja immer auch das Umfeld stimmen und ich wurde unterstützt, von meiner Frau, meiner Familie oder meinen Mitarbeitern. Und manchmal hatte ich einfach nur Glück und Rückenwind. 'Dankbar' und 'glücklich' für das Erreichte passt darum besser als 'stolz'."

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