Schweizer PC-Markt im Plus - Acer, Lenovo und HP mit kräftigem Wachstum

Schweizer PC-Markt im Plus - Acer, Lenovo und HP mit kräftigem Wachstum

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2018/04 – Seite 2
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Apple durch High-End-Produkte der Konkurrenz unter Druck

Zu Apple beziehungsweise zum vergleichsweise geringen Wachstum von Apple in der Schweiz erklärt die IDC-Analystin derweil, dass man seit kurzem ganz grundsätzlich beobachte, dass sich die Adaption von Apple-Rechnern in Ländern, in denen der Mac-Hersteller traditionell stark ist, verlangs­ame. Als Grund dafür sehe man, dass die Mitbewerber mehr und mehr innovative, attraktive High-End-Pre­mium-Produkte lancieren – ein Bereich, der bislang die Domäne von Apple war. "Das hat Apple ein wenig gebremst. Allerdings hat man in der Vergangenheit immer wieder gesehen, dass Apple auf sich abschwächendes Wachstum mit neuen Wachstumsstrategien reagieren konnte."

Auf die Frage, wo die Schwierigkeiten von Dell angesichts der Tatsache liegen, dass die Texaner als einziger Top-Hersteller weniger Rechner verkaufen konnten, antwortet Malini Paul: "Betrachtet man den ganzen EMEA-Raum, würde ich Dells Situation nicht als schwierig bezeichnen. Dell hat seit jeher schon auf Profitabilität an­stelle von Marktanteilen und Stückzahlen fokussiert." Bei IDC glaube man, dass das so bleiben wird, und darüber hinaus gehe man davon aus, dass auch die anderen Hersteller ihren Fokus diesbezüglich verlagern. "Denn im rückläufigen PC-Markt Profit zu machen, geht nur, indem die Profitabilität erhöht wird. Nicht zuletzt deshalb beobachtet man die signifikante Zunahme an Premium-Produkten, die auf den Markt kommen."

Für Dell in der Schweiz bedeutete das laut Paul, dass der Hersteller in Ausschreibungen, die vor allem über den Preis entschieden wurden, oft relativ früh ausstieg, weil man die Profitabilitäts-Strategie durchgezogen hat. Das erklärt auch das geringere Wachstum, was laut der IDC-Analystin aber nicht negativ zu werten sei.

HP Inc. und Acer legen bei Note­books, Lenovo bei Desktops zu

Dass der Schweizer PC-Markt gewachsen ist, ist unter anderem dem Notebook-Geschäft zu verdanken, das 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent auf 982’000 verkaufte Einheiten zugelegt hat. Im Notebook-Business heissen die grossen Gewinner HP Inc. mit einem Stückzahlen-Wachstum von 14,5 Prozent sowie Acer mit einem Plus von 16,4 Prozent. Alles in allem kommt HP Inc. bei den Notebooks auf einen Marktanteil von 32,1 Prozent (Vorjahr 30,3%), Acer auf 13 Prozent (Vorjahr 12,1%). Die übrigen drei Hersteller in den Top Fünf konnten ihre Absätze zwar ebenfalls steigern, allerdings ging deren Marktanteil zurück. Im Falle von Lenovo heisst das, dass mit 205’000 Geräten 12’000 Notebooks mehr als vor einem Jahr verkauft wurden (+6,2%), der Marktanteil aber von 21,2 auf 20,9 Prozent zurückgegangen ist. Apple verkaufte mit 189’000 Macbooks 11’000 Geräte mehr als 2016 (ebenfalls +6,2%), der Marktanteil sank jedoch von 19,6 auf 19,2 Prozent. Und Dell konnte den Geräteabsatz um 1000 auf 66’000 Stück steigern (+1,5%), der Marktanteil ging dabei von 7,2 auf 6,7 Prozent zurück.

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