Globaler PC-Markt im Sinkflug

Globaler PC-Markt im Sinkflug

(Quelle: Lenovo)
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13. Juli 2022 - Logistikprobleme sowie geopolitische und wirtschaftliche Probleme haben dazu geführt, dass im zweiten Quartal 2022 weltweit 12,6 Prozent weniger PCs verkauft wurden als noch in der entsprechenden Vorjahresperiode – gemäss Gartner der grösste Rückgang seit neun Jahren.
72 Millionen PCs – sprich Notebooks, PCs, Ultramobile-Premium-Geräte wie das Microsoft Surface und Chromebooks – wurden im zweiten Quartal 2022 weltweit verkauft, so die neuesten Zahlen von Gartner. Dies entspricht einem Minus von 12,6 Prozent im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode und ist somit der grösste Rückgang seit neun Jahren. Als Gründe für diese Entwicklung nennt Gartner geopolitische und wirtschaftliche Herausforderungen sowie die Lage in der Supply Chain. "Den Rückgang, den wir im ersten Quartal 2022 erlebt haben, hat sich im zweiten Quartal aufgrund der anhaltenden geopolitischen Instabilität durch die russische Invasion in der Ukraine, den Inflationsdruck auf die Ausgaben sowie eine starke Abnahme der Chromebook-Nachfrage noch verstärkt", so Mikako Kitagawa, Research Director bei Gartner. Und auch die Lieferkettenunterbrechungen hätten weiter angehalten, wobei aber nicht mehr die Komponentenknappheit die Hauptursache für die PC-Lieferverzögerungen war, sondern Unterbrechungen in der Logistik.

Die Top-3-Hersteller mussten im zweiten Quartal 2022 alle eine Absatzeinbusse verbuchen, was aber am Ranking nichts änderte. Lenovo führt den weltweiten PC-Markt weiterhin an. Da aber HP 27,5 Prozent Absatz einbüsste und Dell nur 5,2 Prozent, konnte Dell bezüglich Marktanteil beinahe zu HP aufschliessen. Und Apple konnte als einziger Hersteller im zweiten Quartal 2022 zulegen und zwar um 9,3 Prozent.

Bricht man die Marktzahlen auf die einzelnen Regionen herunter, so hat es den EMEA-PC-Markt im zweiten Quartal 2022 mit einem Rückgang um 18 Prozent am härtesten getroffen. Insgesamt wurden in EMEA zwischen April und Juni 2022 nur 17,8 Millionen PCs verkauft. Und auch die Laptop-Absatzzahlen reduzierten sich um 20 Prozent, während bei den Chromebooks gar ein Minus von 50 Prozent verbucht werden musste. (abr)

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