Streaming in der Schweiz: Disney Plus und Co. holen auf

Streaming in der Schweiz: Disney Plus und Co. holen auf

(Quelle: metamorworks – stock.adobe.com)
Link auf diesen Artikel als E-Mail versenden
X
Empfänger:
Ihr Name:
Ihre Mailadresse:
3. Mai 2022 - Streaming-Branchenprimus Netflix konnte die Nutzerzahlen im letzten Jahr steigern, muss sich in der Schweiz aber in Acht nehmen, rückt die Konkurrenz rund um Disney Plus, Tiktok und Sky doch immer näher.
Streaming-Anbietern geht es in der Schweiz gut, ist der hiesige Markt für sie doch lukrativ, wie die Streaming-Studie 2022 von Moneyland.ch zeigt, die auf einer repräsentativen Online-Umfrage basiert, die das Marktforschungsinstitut Ipsos im Auftrag der Vergleichsplattform im April 2022 durchgeführt hat. Gemäss dieser Studie konnten im vergangenen Jahr fast alle grossen Plattformen ihre Nutzerzahlen hierzulande steigern. So gaben denn auch 89 Prozent der 1500 Studienteilnehmer an, dass sie mindestens einen Video-Streamingdienst nutzen.

Dabei ist Youtube die beliebteste Video-Plattform in der Schweiz, schauen doch vier von fünf Umfrageteilnehmern Videos über die Google-Plattform. Das hängt gemäss Moneyland.ch-Telekom-Experte Ralf Beyeler vor allem damit zusammen, dass Youtube kostenlos ist. Die kostenpflichtige Youtube-Version wird hierzulande nur von lediglich 4 Prozent genutzt.

Bei den kostenpflichtigen Angeboten hat Netflix derweil nach wie vor die Nase vorne und wird von 58 Prozent genutzt. Dahinter folgt mit einem Nutzeranteil von 22 Prozent Disney Plus. Dabei kommen die Konkurrenten dem Primus Netflix aber immer näher, konnten sie doch innert Jahresfrist kräftig zulegen. So steigerte Disney Plus seine Nutzerzahlen von 13 auf 22 Prozent und Sky Show konnte die Nutzerzahlen fast verdoppeln. Und auch die Social-Media-Plattform Tiktok wird 2022 erneut wesentlich mehr für Video-Streaming genutzt als noch vor einem Jahr.
Der einzig grössere Streaming-Anbieter, der seine Nutzerzahlen innert Jahresfrist nicht steigern konnte, ist Apple TV Plus. Dieses Angebot ist bei 11 Prozent der Studienteilnehmer im Einsatz, während der Anteil 2021 noch bei 12 Prozent lag. "Offenbar kommt das Angebot von Apple nicht so gut an wie das der Konkurrenz – obwohl Apple zu den preisgünstigsten Anbietern in der Schweiz gehört", so Beyeler. Eine Erklärung dürfte laut dem Experten sein, dass Apple TV Plus wesentlich weniger Filme, Serien und Dokumentationen bietet als die Konkurrenz.

Des Weiteren offenbart die Umfrage, wie viele Personen in der Schweiz für die Streaming-Dienste bezahlen. Auch hier hat Netflix die Nase vorn: 40 Prozent der befragten Personen geben an, dass sie selbst für ein Abo zahlen. Bei Disney Plus sind es 13 Prozent, gefolgt von Amazon Prime Video mit 7 Prozent. Zudem lassen die Umfrage-Ergebnisse gemäss Moneyland.ch darauf schliessen, dass es hierzulande aktuell 2,5 Millionen Netflix-Abos gibt, während Disney Plus rund 830'000 zahlende Kunden verbuchen kann.

Und schliesslich zeigt die Studie auch, dass der Anteil an Personen in der Westschweiz, die bereit sind für Streaming zu bezahlen, kleiner ist als in der Deutschschweiz, ältere Personen weniger streamen als jüngere, dafür aber eher bereit sind, dafür zu bezahlen, und dass Sport-Streaming-Dienste ein Nischendasein fristen. Lediglich 17 Prozent der Befragten nutzen mindestens einen der drei Sport-Streaming-Dienste. Am beliebtesten ist Swisscoms Blue Sport, der von 11 Prozent genutzt wird, gefolgt von Sky Sport und Dazn mit 10 respektive 6 Prozent. (abr)

Weitere Artikel zum Thema

Quickline wächst bei Mobile und TV Streaming
31. März 2022 - Der Umsatz von Quickline ist im Geschäftsjahr 2021 zwar insgesamt erneut leicht gesunken, in den Geschäftsbereichen Mobile und TV Streaming verzeichnet der Provider jedoch ein markantes Plus.
Schweizer nutzen Twint, Whatsapp und Facebook
31. August 2021 - Facebook ist noch das populärste soziale Netzwerk, Whatsapp der beliebteste Messenger und Twint die bevorzugte Bezahlapp der Schweizerinnen und Schweizer. Und das klassische Fernsehen wird trotz Streaming-Diensten weiterhin häufig genutzt, wie der aktuelle Digimonitor von Igem zeigt.
In der Schweiz wird immer mehr gestreamt
3. März 2021 - Laut einer Moneyland-Umfrage nutzen 89 Prozent der Schweizer Bevölkerung mindestens einen Video- oder Musikstreamingdienst. Youtube, Netflix und Spotify, aber auch die meisten anderen Services, legten nicht zuletzt infolge der Coronakrise markant zu.

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage:
Welche Farbe hatte Rotkäppchens Kappe?
Antwort:
Name:
E-Mail:
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER