Das Softwareunternehmen Servicenow übernimmt mit
Armis einen Spezialisten für Cyber-Exposure-Management und Cybersicherheit. Nachdem sich eine Übernahme bereits im Vorfeld abgezeichnet hatte, ist der Deal nun abgeschlossen ("IT Reseller"
berichtete). Wie das Unternehmen mitteilt, soll die eigene Sicherheitsplattform damit besser erfassen können, welche Geräte, Systeme und anderen vernetzten Assets in einem Unternehmen im Einsatz sind und wo daraus Risiken entstehen.
Die Übernahme folgt auf den bereits im März 2026 abgeschlossenen Kauf von Veza. Veza brachte laut Servicenow zusätzliche Transparenz über Zugriffsrechte und Identitäten ein. Zusammen mit Armis soll daraus ein umfassenderer Überblick über Geräte, Zugriffe und Risiken entstehen. Der Konzern will Sicherheitsprobleme damit nicht nur erkennen, sondern auch priorisieren und automatisiert beheben.
Das Unternehmen begründet den Schritt mit der wachsenden Zahl vernetzter Systeme und dem zunehmenden Einsatz agentischer KI. Gerade in Bereichen wie Fertigung, Gesundheitswesen und kritischer Infrastruktur würden klassische Sicherheitslösungen an Grenzen stossen. "Die meisten Security-Plattformen enden bei der Alarmmeldung. Servicenow schliesst den Kreislauf", sagt Amit Zavery, President, Chief Operating Officer und Chief Product Officer bei
Servicenow.
Armis bleibt laut den Angaben als Marke bestehen. Die Lösung Armis Centrix soll weiterhin auch eigenständig verfügbar bleiben, im Lauf der Zeit aber tiefer in die Servicenow AI Platform eingebunden werden. Der Kaufpreis für Armis lag bei rund 7,75 Milliarden Dollar in bar.
(dow)