Schweiz hat Nachholbedarf bei der Datenkompetenz

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(Quelle: Pixabay)
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11. November 2021 - Laut einer Studie des Business Application Research Center bezeichnen sich nur 16 Prozent der Unternehmen in der DACH-Region als tatsächlich datengetrieben. Auch in der Schweiz herrscht beim Thema Datenkompetenz Nachholbedarf.
Eine Studie des deutschen Business Application Research Center (BARC), die von Alteryx in Auftrag gegeben wurde, stellt den Unternehmen in der DACH-Region ein schlechtes Zeugnis aus, wenn es um die Datenkompetenz geht. Gemäss den Studienautoren geht es auch in der Schweiz nur schleppend voran, was die Demokratisierung von Daten und die Etablierung einer Analytics-Kultur in den Unternehmen betrifft. So sind 80 Prozent der befragten Entscheider davon überzeugt, dass die Unternehmensergebnisse deutlich verbessert werden könnten, wenn sie den Grad der datengesteuerten Entscheidungsautomatisierung erhöhen würden. Und in 49 Prozent der Unternehmen werden die Datenverantwortlichen weiterhin von elementaren Datenproblemen ausgebremst.

Nur 16 Prozent der DACH-Unternehmen bezeichnen sich derweil selbst als datengetrieben, während es im weltweiten Vergleich rund ein Viertel sind. Solche Unternehmen treffen Entscheidungen ganz oder zumindest überwiegend auf der Grundlage von Daten und Analysen. Problematisch ist laut den Autoren der Studie auch, dass nur 12 Prozent der Unternehmen ihre Mitarbeiter in Bezug auf ihre Daten- und Analysefähigkeiten schulen. Dies, obwohl immerhin 35 Prozent der Ansicht sind, dass gezielte Personalentwicklungs- und Schulungsmassnahmen in diesem Bereich wichtig sind.
"Unternehmen werden zunehmend digitaler und die meisten haben erkannt, dass sie Daten zu ihrem Vorteil nutzen können. Viele fragen sich, warum sie hinterherhinken", so Jacqueline Bloemen, Senior Analyst, Data and Analytics bei BARC. "Während die Förderung von Datenkompetenz und Self-Service-Analytik dazu beitragen kann, eine Datenkultur zu etablieren, treten Unternehmen häufig auf der Stelle, weil sich ihre Datenexperten mit grundlegenden Datenproblemen herumschlagen müssen, anstatt an der datengesteuerten Zukunft des Unternehmens zu arbeiten."

Zwar wissen die Entscheider oft um den Wert datengestützter Entscheidungen, doch 93 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass effektivere Mittel zur Erfassung und Dokumentation des Wissens von Datenexperten erforderlich sind. Gleichzeitig figuriert die zunehmende Knappheit an verfügbaren Datenexperten nach wie vor als eine zentrale Herausforderung, die es zu meistern gilt, denn 67 Prozent der Unternehmen geben an, dass der Mangel an entsprechend qualifiziertem Personal ihre Bemühungen um eine bessere Datenverarbeitung bremst. Und 55 Prozent der Befragten gaben an, dass die bestehenden Daten- und Analyseprozesse nicht dokumentiert sind, während 37 Prozent behaupten, dass die bestehenden Datenprozesse zu komplex sind. Zwar sind 65 Prozent der Ansicht, dass mehr Informationen über Daten bereitgestellt werden müssten, wirklich darum kümmern tun sich im Geschäftsalltag jedoch nur 41 Prozent.

Die Studie fördert schliesslich auch zutage, dass dem Chief Data Officer (CDO) eine Schlüsselrolle bei der Transformation von Unternehmen hin zu datengesteuerten Organisationen zukommt. So sind 59 Prozent der Befragten der Ansicht, dass der CDO regeln sollte, wer im Unternehmen wann und von wo aus auf welche Informationen zugreifen darf.

"Der Bericht weist unterschiedliche Reifegrade der Datenkultur für verschiedene Branchen in der DACH-Region aus, doch für alle gilt übergreifend, dass datengestützte Erkenntnisse entscheidend für ihren Erfolg sind. Dennoch können viele Unternehmen die ihnen zur Verfügung stehenden Daten nur oberflächlich auswerten. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Mitarbeiter nicht durch demokratisierte Datenanalysemöglichkeiten befähigt werden, richtungsweisende Entscheidungen zu treffen", erklärt Roger Illing, Regional Vice President CEE bei Alteryx. "Der Schlüssel zur Schaffung einer Datendemokratie ist der Zugang zu Daten und Analysen über benutzerfreundliche Self-Service-Plattformen. Mit einem CDO als zentralem Verantwortlichen, der den Datenzugang verbessert und eine permanente Weiterbildung implementiert, kann eine Datenkultur im gesamten Unternehmen entstehen, die den organisatorischen Wandel zu einem datengesteuerten Unternehmen unterstützt."

Die komplette Studie mit dem Titel Data Democracy: Shaping Data Literacy for Digital Business kann unter diesem Link eingesehen und heruntergeladen werden. (luc)

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