Red Hat bleibt autonom

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Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2020/12
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5. Dezember 2020 - Im Vorfeld des diesjährigen rein virtuellen EMEA-Forums sprach Red Hat mit «Swiss IT ­Reseller» über die Übernahme durch IBM und Strategien für die Zukunft.
Red Hat bleibt autonom
«IBM muss nicht rot und Red Hat nicht blau werden.» (Quelle: zVg)
Im Oktober 2018 gab IBM bekannt, den Linux- und Cloud-Anbieter Red Hat zu übernehmen. Im Sommer 2019 wurde die Akquisition abgeschlossen, seither figuriert Red Hat als Geschäftseinheit von IBM, steht aber weiterhin unter der Leitung des bisherigen CEO Jim Whitehurst. Für die Nutzer der Linux-Distribution und die Red Hat Community sollte sich aber nichts ändern. Im Vorfeld zum in diesem Jahr rein virtuellen Red Hat Forum 2020, standen Red Hats Marco Bill-Peter, Senior Vice President of Customer Experience and Operations (CXnO), Léonard Bodmer, Regional Director Alps, sowie Richard Zobrist, Head of Partners & Alliances Switzerland, «Swiss IT Reseller» Rede und Antwort – und bestätigen: Red Hat bleibt weiterhin autonom.

Mit den Partnern skalieren
Richard Zobrist thematisierte im Gespräch auch die Beziehung mit den Partnern hierzulande. So gelte klar das Ziel, mit diesen zu skalieren. Man sei auf der Suche nach aktiven Partnern, «die etwas bewegen wollen». Und auch die Vernetzung zwischen den Partnern werde immer wichtiger. Dies könne so weit gehen, dass Red Hat ganz aus­sen vor bleibt. Solche Partner seien einerseits Solution Provider, die von Lösungen leben, welche sie in ein Gesamtkonzept integrieren, so Zobrist weiter. «Dann aber auch Systemintegratoren, die grosse Projekte stemmen und für Red Hat sehr wichtig sind.» Als Drittes nennt Zobrist Unternehmen, die rund um Cloud und Cloud Services angesiedlet sind. Grundsätzlich laute das Credo, möglichst viele Lösungen auf der Red-Hat-Plattform zertifiziert zu haben. Eher abnehmend sei hingegen der Hardware-Anteil. Das Unternehmen erfahre grossen Zuspruch seitens der Partner. «Red Hat wächst kontinuierlich und man merkt die Anziehungskraft dadurch», erklärt Zobrist. Das sorgt für viele neue Partner, was weiter gefördert werden soll. «Wir sind gezielt daran, neue Partner anzugehen, um unseren Reach auszuweiten und so auch neue Kunden zu gewinnen.»
Schub dank Covid
Natürlich ist das Thema Covid-19 auch bei Red Hat allgegenwärtig. CXnO Marco Bill-Peter kann der Krisensituation aber auch etwas Positives abgewinnen. So führe die Pandemie bei vielen Unternehmen zu einem regelrechten Schub in Sachen digitale Transformation. Bill-Peter verweist etwa auf die Telekommunikationsbranche, wo aktuell besonders viel Innovation zu finden sei, insbesondere beim Thema 5G und der Virtualisierung der Infrastruktur. Ansonsten zeigt sich Regional Director Alps Léonard Bodmer zufrieden mit der Bewältigung der Krise. So musste Red Hat keine speziellen Corona-Programme lancieren. «Partner hatten und haben aktuell fast mehr Business, obwohl sicher einige Projekte verschoben werden mussten», so Bodmer. Unterstützung gäbe es wenn, dann eher punktuell und in sehr bescheidenem Ausmass, bestätigt auch Richard Zobrist.

Konstruktive Kooperation mit IBM
Ein weiteres Thema war auch die Übernahme von Red Hat durch IBM. Alle drei zeigten sich optimistisch. Marco Bill-Peter: «Produkte kommen schneller und hoffentlich auch besser.» Natürlich gebe es auch Konflikte, insgesamt würde aber die Übereinstimmung überwiegen und die Kooperation sei konstruktiv, so Bill-Peter.

Alle drei betonten aber auch, dass Red Hat weiterhin als autonomes Unternehmen tätig sei und dass auch die Partnerprogramme von IBM und Red Hat weiterhin getrennt bleiben werden. Léonard Bodmer: «Wir sind die einzige Firma unter IBM, die einen eigenen CEO hat. IBM muss nicht rot und Red Hat nicht blau werden.» (swe)

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