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Der Geerdete: Erich Steiner, CEO First Frame Networkers

Der Geerdete: Erich Steiner, CEO First Frame Networkers

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2020/10 – Seite 2
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Auf der Suche nach etwas Neuem

Während andere mit 40 eine Midlife Crisis hatten, war es bei Steiner erst mit 50 soweit, wie er selbst sagt: «Ich habe mir die Fragen gestellt: Ist es das jetzt gewesen? Will ich das?» Und die Antwort darauf war seine Kündigung. «Der Speed in den 13 Jahren bei Also war hoch. Ich habe sehr viel gearbeitet und hatte aber auch viel Spass dabei. Nun gönnte ich mir eine Pause von vier Monaten, um rauszufinden, was ich noch will.» Schliesslich habe ihm Philipp Koch, Mitgründer und damaliger CEO von First Frame Networkers, seinen Job angeboten. «Der Wechsel zu First Frame Networkers war ein bisschen wie Heimkommen. Nur schon wegen des Standorts in Baar. Heute arbeite ich wieder in der ehemaligen Spinnerei, in der ich zur Beginn meiner Karriere als Elektromonteur Installationen vornehmen musste», so Steiner lachend. Überzeugt hat ihn First Frame Networkers allerdings mit der Firmenkultur und den Menschen. «Ich wollte ein lokales Unternehmen mit Schweizer Firmenkultur, nachhaltig geschäften und selbst entscheiden können.»

Unterwegs mit dem Camper

Gezielt gesucht hat Erich Steiner die Führungsfunktionen nie. «Als ich bei Also anfing, habe ich mir nie vorgestellt, dass ich dort einmal in der Geschäftsleitung sitzen werde. Das hat sich einfach ergeben, wie nun bei First Frame Networkers auch.» Nichtsdestotrotz geniesst er seine Führungsrolle, weil sie ihm erlaubt, ein Unternehmen voranzubringen – «das macht mir Spass». Einen Grund, abzuheben, ist das Amt des CEO allerdings nicht. Dazu ist Steiner zu bodenständig und auch nicht auf Statussymbole aus. «Klar wollte ich mit 18 das schönste Auto, kam aber bald zur Erkenntnis, dass irgendjemand immer noch das bessere, teurere Auto haben wird. Ein Auto bringt mich von A nach B, egal welche Marke es ist. Auf einer Uhr kann man nur die Zeit ablesen, ob sie nun von Swatch oder IWC ist, und ein Flug bringt mich an mein Ziel, egal ob in der Economy- oder in der Business-Klasse.» Er könne sich auch in 5-Stern-Hotels bewegen, aber es sei nicht das, was er wähle. So erstaunt es denn auch nicht, dass Steiner und seine Familie passionierte Camper sind.

Verbringt Steiner seine Freizeit im Sommer gerne unterwegs mit dem Camper oder auf dem Stand-up Paddle, so gehört seine Leidenschaft im Winter dem Skifahren. «Gerade in jungen Jahren habe ich alles Geld fürs Skifahren ausgegeben. Heute nehme ich es wegen meiner kaputten Knie etwas gemütlicher.» Ausserdem trainiert er regelmässig im Fitness und ist in der Juniorenkommission des SC Steinhausen. «Als meine beiden Jungs – die Tochter macht Kickboxen – mit Fussball angefangen haben, hat man mich für ein Funktionärsamt angefragt. Nun bin ich im Hintergrund tätig und organisiere und plane alles, dass die Kinder Fussball spielen können. Das ist mein soziales Engagement.»

Zudem hat Steiner seit kurzem wieder einen Töff. «Ich bin in jungen Jahren schon Töff gefahren, habe diesen aber dann abgegeben, als die Kinder kamen, weil man, wenn man viel arbeitet und Familie hat, nicht noch hundert Hobbys haben kann.» Nun sind die Kinder mit 12, 15 und 17 Jahren bereits etwas älter und die Zeit ist wieder eher vorhanden. «Nach dem Feierabend geniesse ich daher gerne noch eine Runde mit dem Töff.»

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