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Schweizer Luxusproblem Informatikermangel? Von wegen!

Schweizer Luxusproblem Informatikermangel? Von wegen!

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2018/11 – Seite 2
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700’000 Franken und mehr für ETH-Absolventen

Nun könnte man sagen, das sei halt der Lauf der Dinge, die Globalisierung verändere eben unsere sozialen und wirtschaftlichen Strukturen. Dass es sich dabei aber um ein Luxusproblem handelt, ist schlicht und einfach Blödsinn. Wenn dann auch noch behauptet wird, IT-Industriekraken wie Google oder Facebook würden mit ihren hiesigen Entwicklungsstandorten die Schweiz aufwerten, ist das ganz einfach zynisch. Diese sogenannte Standortförderung hat ja bekanntlich zur Folge, dass die guten, in der Schweiz ausgebildeten Informatiker zu Google wollen. Sie arbeiten zwar noch in der Schweiz und zahlen hier Steuern, ihre Arbeitskraft fehlt aber der Schweizer Wirtschaft. Mit den diversen neuen Rechenzentren, die von den Grossen hierzulande eingerichtet werden, wird sich das Problem noch verschärfen. Ob Rechenzentrum oder Entwicklungslabor, bekanntlich zahlen die US-Software-Kraken in der Schweiz kaum Steuern. Mit Hilfe findiger Anwälte nutzen sie auf der ganzen Welt Schlupflöcher, um dem lokalen Fiskus zu entgehen. Ausserdem umgarnen sie an den Schweizer Hochschulen nicht nur die Elite für den Entwicklungsstandort Zürich. Mittlerweile ist aus firmennahen und Hochschul-Quellen zu hören, dass beispielsweise Google 700’000 Franken und mehr für die besten Software-Entwickler zahlt, wenn sie im Silicon Valley arbeiten. Von wegen Luxusproblem. Die IT-­Wertschöpfung in der Schweiz sinkt. Das ist das ­Problem.

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