Microsoft: "Stillstand ist keine Option"

Microsoft: "Stillstand ist keine Option"

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2018/07 – Seite 2
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Stefan Muggli: Was sind denn konkret die Vorteile für die Schweizer Kunden, wenn Microsoft in der Schweiz ein Datacenter baut?

Marc Holitscher: Zum ersten sicher die garantierte Datenhaltung in der Schweiz. Wir versichern dank je einem Datacenter in den Regionen Zürich und Genf, dass die gespeicherten Daten die Schweiz nicht verlassen. Zusätzlich wird die Latenz für kritische Anwendungen deutlich verringert, und man wird ganz allgemein von der Reichweite unserer Hyper-Scale-Cloud profitieren können. Es wird künftig möglich, aus der Schweiz heraus Microsoft-Services aus Dublin und Amsterdam deutlich reibungsloser zu integrieren.

Stefan Muggli: Kann Microsoft den Kunden denn die Anwendung von Schweizer Recht garantieren, – garantieren, dass absolut keine Daten die Schweiz verlassen?

Marc Holitscher: Wir werden beim Betrieb der Cloud-Services sehr transparent bezüglich der Sicherheits- und Compliance-Thematik sein. So wollen wir den Kunden befähigen, eigenständig eine Risikobeurteilung vorzunehmen. Wir werden uns aber davor hüten, für den Kunden rechtliche Empfehlungen oder Beurteilungen irgendwelcher Art zu machen. Nur der Kunde selbst kennt sein Geschäftsumfeld, sein Risiko, seine internen Weisungen und Direktiven. Ich sehe hier auch eine fantastische Möglichkeit für Partner, denn viele Kunden fahren eine Multicloud-Strategie, werden auch in Zukunft nicht ausschliesslich auf die Microsoft-Cloud setzen. Allerdings haben die Kunden in der Regel weder die Möglichkeit noch das Wissen und die Kapazität, sich mit den verschiedenen Plattformen in der Tiefe auseinanderzusetzen. Hier kommt der Partner ins Spiel, der sich hier positionieren kann, und ich sehe in der Beratung rund ums passende Cloud-Operating-Modell einen riesigen Bedarf.
Stefan Muggli: Ich möchte nochmals auf die Datenhaltung zurückkommen. Letztlich wird es kaum möglich sein, dass alle Daten in der Schweiz bleiben. Azure Active Directory (AD) ist eine globale Geschichte, und Microsoft wird kaum Azure AD Suisse aufbauen.

Marc Holitscher: Es ist richtig, dass Azure AD aktuell noch Attribute hat, die global gespeichert werden. Wir sprechen hier aber von sehr wenigen Daten – E-Mail-Adressen zum Beispiel oder die Passwort-Hashes. In Gesprächen selbst mit hoch regulierten Unternehmen ist dies selten ein Diskussionspunkt, da wir hier nicht über Kundendaten, sondern über Daten der eigenen Mitarbeiter sprechen. Zu Azure AD kann ich noch anfügen, dass aktuell viel in Bewegung ist. Was die Zukunft bringt, ob es einen Schweizer oder zumindest einen europäischen Ableger geben wird, ist aber noch offen.

Stefan Muggli: Aber man muss festhalten, dass gewisse Daten die Schweiz verlassen.

Marc Holitscher: Und genau darum ist es entscheidend, dass der Kunde durch ein transparentes und belastbares Risiko-Assessment geführt und ein eventuelles Risiko sauber und präzise klassifiziert wird. Hier ist die vertrauensvolle Funktion des Partners zentral, der den Kunden nicht nur technisch mit Added Value und Managed Services begleitet, sondern auch im Kontext mit Security-Risiko-Assessments und Beratung zum Cloud-Operating-Modell. Das zeigt auch: Mit einer gewissen Offenheit und Kreativität seitens des Partners sind die Möglichkeiten auf unserer Cloud-Plattform sehr gross.

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