IT Reseller-Roundtable: Keine Panik wegen Microsoft und SAP

IT Reseller-Roundtable: Keine Panik wegen Microsoft und SAP

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2002/21 – Seite 3
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Hintermann: Am Schluss würde Ihre Software aber untergehen.

Stucki: Ganz am Schluss, irgendeinmal, ja.

ITR: Die grossen Hersteller, vor allem Microsoft, aber auch SAP, sagen, es mache keinen Sinn, weltweit Basistechnologien, wie zum Beispiel Objekte oder bestimmte Funktionen x-fach neu zu entwickeln. Sie wollen Grundpakete anbieten, die dann von lokalen Partnern angepasst und parametrisiert werden.
Hintermann: Warum gibt es noch lokale Zeitschriften wie InfoWeek oder IT Reseller? Warum schreibt Ihr nicht alles von einem internationalen Konzern ab? Warum gibt es Euren Verlag noch? Weil es eben nicht so einfach ist. Zum Beispiel sieht das Objekt «Adresse» in einer Gemeinde, einer Stadt und in einer Finanzbuchhaltung völlig anders aus. Schon nur in der kleinen Schweiz gibt es so viele verschiedene Ausprägungen. Die Leute sprechen von einer Standardisierung, die so auf dem Markt nicht existiert.
Bussmann: Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Microsoft ernsthaft darum geht, solche Komponenten zu produzieren. Beim «Commerce-Server» von Microsoft hat es auch eine Adressverwaltung. Das ist Mickey-Mouse-Technologie. Opacc ist kein Broadliner. Wir machen nicht alles und integrieren komplementäre Lösungen wie die Fibu von Abacus oder Simultan. Für uns ist es gut, wenn Microsoft Anwendungen macht, die wir integrieren können. Je mehr Microsoft bringt, desto billiger ist es für uns, die Software zu entwickeln.
Hintermann: Für eine primitive ERP könnte man ja «Money» von Microsoft nehmen. Das mussten sie aber vom deutschen Markt zurückziehen, weil es der gigantische Konzern nicht schaffte, die banalen Objekte von Money für den deutschsprachigen Raum zum Laufen zu bringen. Geld alleine bringt es nicht. Das zeigt doch, wie fragmentiert der Markt ist. Business-Objekte mit dem gleichen Namen machen in verschiedenen Märkten nicht das gleiche.
Bussmann: Ich glaube, Microsoft hat eine Chance mit ergänzenden Anwendungen. Bei CRM zum Beispiel haben sie eine Chance.

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