ICT-Beschaffungen: Wie können Unternehmen profitieren?

ICT-Beschaffungen: Wie können Unternehmen profitieren?

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2022/04 – Seite 1
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26. März 2022 - Bund, Kantone und Gemeinden haben riesigen ICT-Bedarf – und bieten damit gute Business-Chancen. Doch das Ausschreibungswesen hat seine Tücken. Eine Swico-Arbeitsgruppe arbeitet deshalb an Lösungen, um Aufwand und Ertrag in ein besseres Gleichgewicht zu bringen. von Ivette Djonova
ICT-Beschaffungen: Wie können Unternehmen profitieren?
Die Autorin: Ivette Djonova ist Head Legal und ­Public Affairs bei Swico und hat den Vorsitz der Interessensgruppe ICT-­Beschaffung inne. (Quelle: zVg)
ICT-Anbieter in der Schweiz kennen das: Sie sehen auf Simap.ch eine Ausschreibung, für die ihre Firma ideale Lösungen anbietet. Und fragen sich: Lohnt sich der Aufwand überhaupt? Wenn man die Zahlen der letzten Jahre ansieht, ist das Potenzial riesig. Und doch sind viele Firmen ­zurückhaltend. Ihnen scheinen die Verfahren oftmals zu kompliziert, die Kriterien unklar oder der Bewertungsmassstab zu intransparent. Oder sie haben nach dem Studium der Unterlagen den Eindruck, dass der Wunschanbieter ohnehin schon feststeht; befürchten, dass sie keine passenden Offerenten für Partnerschaften finden oder haben nach mehreren schlechten Erfahrungen schlicht resigniert.

Viel Aufwand – für nichts?

ICT-Beschaffungen: Wie können Unternehmen profitieren?
Die Ausschreibungen auf Simap.ch zeigen, dass das Potenzial für ICT-­Anbieter riesig ist. Und dennoch sind viele zurückhaltend. (Quelle: zVg)
Eine aktuell laufende Umfrage unter Swico-Mitgliedern zeigt, dass über ein Drittel den Aufwand bei der ­Teilnahme an öffentlichen Beschaffungen als zu hoch einschätzt und deswegen darauf ­verzichtet. Knapp ein Drittel nimmt teil, sieht den Anteil erfolgreicher Versuche im Vergleich zum Aufwand aber als gering. Ein Teil der ­Probleme sollte mit der Revision des Beschaffungsrechts ­gelöst werden.

Aber verbessern die neuen Gesetze die Chancen? Seit Anfang 2021 wurden die Gesetze im Beschaffungsrecht totalrevidiert, mit dem Ziel, Wiedererkennungseffekte bei allen Ausschreibungen für die Offerenten zu schaffen – also eine Art Umsetzungsharmonisierung. Ob die Bestimmungen sich in der Praxis etablieren, wird sich noch zeigen müssen. Inhaltlich haben sich wenige Änderungen ergeben, aber es wurde eine neue Vergabekultur eingeführt, welche dem ­Qualitätswettbewerb mehr Gewicht gegenüber dem Preis verleihen soll.
 
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