x
Ihr Ad-Blocker ist aktiviert
Bitte schalten Sie für diese Webseite den Ad-Blocker und den Schutz vor Aktivitätenverfolgung aus.

Schweizer Etailer während der Krise: «Nie dagewesenes Wachstum»

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2020/10 – Seite 1
Link auf diesen Artikel als E-Mail versenden
X
Empfänger:
Ihr Name:
Ihre Mailadresse:
3. Oktober 2020 - Die Coronakrise hat den Online-Handel befeuert wie kaum ein Ereignis zuvor. Die Schweizer Etailer äussern sich zum Ansturm auf ihre Online-Shops, zum kommenden Weihnachtsgeschäft und beurteilen, wie nachhaltig diese Entwicklungen sind.
Nachdem die Schweiz im März pandemiebedingt in den Lockdown ging, wurde auch der Detailhandel geschlossen und viele Käufer bezogen ihre Waren, insbesondere Non-Food-Produkte, über den Online-Handel. Wie eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigt, verzeichneten rund die Hälfte aller Schweizer Online-Shops «starken Zuwachs» von mehr als 20 Prozent während der Krise. In der Kategorie Computer & Zubehör liegt der Anteil der Online-Shops, die einen solchen Anstieg verzeichneten, gar bei 86 Prozent (mehr dazu auf Seite 20).
Die Etailer im Channel bestätigen diese Ergebnisse, wie es etwa vonseiten Competec heisst: «Wir sind vor der Krise gut ins Jahr gestartet. Während des partiellen Lockdowns haben wir über Wochen Bestellvolumen verarbeitet, die sich ungefähr auf Niveau von Black Friday oder Weihnachten bewegten. Momentan bewegen wir uns auf deutlich höherem Niveau als vor dem Lockdown.» Adrian Schatzmann, Business Owner bei Microspot.ch, kommentiert derweil, dass sich das Volumen während dem Lockdown stellenweise vervierfacht und im Anschluss auf einem hohen Niveau stabilisiert hat und ergänzt: «Wir gehen davon aus, dass der Online-Handel bis Ende Jahr weiterhin wachsen wird.» Und bei Digitec Galaxus spricht man gar von «nie dagewesenem Wachstum» während dem Lockdown. Senior PR-Manager Alex Hämmerli fügt an, dass man für November und Dezember mit mehr als 50 Prozent mehr Bestellungen als im Vorjahr rechnet.

Ressourcen aufstocken

Die genauen Zahlen zum Ende des Jahres werden eine deutlichere Sprache sprechen, aber es lässt sich wohl sagen, dass der Lockdown Verkaufszahlen mit sich gebracht hat, die in dieser Form wenn überhaupt nur während den verkaufsstärksten Phasen im Jahr – dem Black ­Friday und dem Weihnachtsgeschäft – an der Tagesordnung waren.

Für einen derartigen Anstieg der Bestellungen war man nicht gewappnet und musste schnell reagieren. Malte Polzin, Geschäftsführer von PCP / Steg kommentiert: «Auch wenn wir massive Zuwächse hatten, sind wir natürlich auf einem tieferen Niveau unterwegs als die ganz Grossen der Branche. Somit konnten wir diese Volumen durch temporäre Mehrarbeit, Umverteilung von Mitarbeitenden und mit Aushilfen, zum Beispiel in der Logistik, stemmen.» Wie Polzin antönt, hatte der Anstieg bei den ganz Grossen der Branche zeitgleich aber tiefgreifende Folgen im Personal-Management. Alex Hämmerli von Digitec Galaxus bestätigt: «Wir haben im März und April 300 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Logistik eingestellt, und nun kommen weitere 250 hinzu. Während der Vorweihnachtszeit werden bei uns dieses Jahr rund 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Logistik arbeiten. 2019 waren es zur selben Zeit 500.» Microspot.ch liess sich während dem Lockdown von rund 200 weiteren Arbeitskräften helfen, die aus anderen Coop-Formaten ­abgezogen werden konnten, und richtete unter anderem provisorische Paketstationen ein. «Dank diesen Massnahmen, dem grossen Engagement unserer Mitarbeitenden und der guten Warenverfügbarkeit der Produkte ab Lager konnten wir die Bestellungen gut meistern», so Adrian ­Schatzmann.
Wie Competec hinzufügt, sei besonders die Rekrutierung von Führungskräften und technischem Wartungspersonal im Vergleich zu Aushilfen in der Logistik eine besondere Herausforderung gewesen, weiter sei die Einarbeitung im Kundendienst «extrem herausfordernd» gewesen, da sich das Arbeitsvolumen so stark erhöht hatte.
 
1 von 2

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage:
Vor wem mussten die sieben Geisslein aufpassen?
Antwort:
Name:
E-Mail:
NEUESTE
EMPFEHLUNGEN
MEISTGELESENE
NEWSLETTER ABONNIEREN
Der tägliche Newsletter mit den wichtigsten Meldungen aus der IT- und CE-Branche.
Bitte Feld nicht ausfüllen:
E-Mail
SWICO AKTUELL
SPONSOREN & PARTNER