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Nexphone will die Grossen ärgern

Nexphone will die Grossen ärgern

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24. April 2015 - Swisscom verabschiedet sich bis Ende 2017 von der analogen Festnetztelefonie. Diese Chance will der Wholesale-Anbieter Nexphone zusammen mit seinen Partnern nutzen. Wie, das hat das Unternehmen diese Woche an seinem ersten Partner Event verraten.
Nexphone will die Grossen ärgern
(Quelle: Play Store)
Im Mai 2010 haben Solution.ch und Iway den Telekommunikationsdienstleister Nexphone gegründet und die Telefonie-Plattform samt allen technischen Mitarbeitern sowie die Telefonie-Kunden des Aarauer Spezialisten Litecom übernommen (Swiss IT Reseller berichtete). Seitdem war es eigentlich ruhig um das Unternehmen. Doch still und leise wurde im Hintergrund des vollständig auf den Channel setzenden Providers ein mittlerweile über 30 Partner und 12'000 Kunden umfassendes Netzwerk aufgebaut. Und nun will es Nexphone erst richtig wissen.

Bis Ende 2017 will Swisscom bekanntlich alle Kunden von der analogen Festnetztelefonie auf eine IP-basierte Systemlandschaft überführen. Im Hinblick darauf will sich Nexphone, wie Verwaltungsratspräsident Guido Honegger und CEO Patrik Hofer am allerersten Partner Event des Unternehmens im GDI im Rüschlikon erklärten, für sich und seine Partner ein möglichst grosses Stück vom Kuchen abschneiden. Das heisst, Nexphone will via seine Partner möglichst viele der Kunden, die in den kommenden Monaten auf eine IP-basierte Lösung wechseln wollen beziehungsweise müssen, für sich gewinnen. "Swisscom und UPC Cablecom sind bereits sehr aktiv. Aber die anderen, die schlafen, oder sind mit sich selbst beschäftigt. Wir haben also ein kleines Zeitfenster, und das wollen wir nutzen", erklärte Honegger.

Um erfolgreich zu sein, braucht es ein gutes Angebot. Hier hinkte Nexphone der Konkurrenz bis jetzt in einigen Bereichen hinterher. Nun will man jedoch auch diese Lücken schliessen. Zum einen gibt es neben den bisherigen Angeboten NX Private und NX Business Account neu auch einen NX KMU Account, also ein Angebot speziell für kleinere Unternehmen. Dazu gesellt sich die App Nexphone IPCall (Bild), die man ab sofort im App Store von Apple und im Google Play Store findet. Das Programm, das Android 2.3.3 und iOS 6.0 oder neuer benötigt, ermöglicht es, den Festnetzanschluss auch unterwegs mit seinem Smartphone oder Tablet zu nutzen und über das Datennetz zu telefonieren. Die Standardversion ist sowohl für Kunden und Partner kostenlos, daneben gibt es noch eine kostenpflichtige Whitelabel-Variante.
Nexphone will die Grossen ärgern
(Quelle: SITM)
Mit dem neuen KMU Account und der IPCall App reagiert Nexphone ganz eindeutig auf die Ende letztes Jahr lancierten Angebote UPC Phone App von UPC Cablecom und My KMU Office von Swisscom. Nexphone will aber nicht nur reagieren, sondern einen Schritt voraus sein. Womit? Zum Beispiel mit Smart Access. Dabei handelt es sich um einen Internet-Access über das Mobilfunknetz, der als Backup-Lösung für den bestehenden, fixen Internetzugang dienen soll. Fällt die bestehende Verbindung und damit auch die Telefonie aus, übernimmt laut Nexphone automatisch der sogenannte Smart Access Tracker (kurz SMAT, ein LTE-Router) und es kann ohne Unterbruch weiter gearbeitet werden.

Dass es Nexphone wirklich wissen will, zeigten auch die prominenten Gäste am ersten Partner Event: Ex-Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld, YB-Sportchef Fredy Bickel und Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger kamen ins GDI. Alle drei warteten mit zahlreichen amüsanten und bisher kaum gehörten Anekdoten auf. Insbesondere Leuenberger, der ehemalige Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), nahm kein Blatt vor den Mund. So bezeichnete er zum Beispiel den Entscheid der Wettbewerbskommission (Weko) gegen eine Fusion von Sunrise und Orange (neu: Salt) als völligen Fehlentscheid. Und dass Bundesrätin Doris Leuthard heute einen Tesla fahre, sei nichts im Vergleich zu Adolf Ogi, der 1988 als erster ein Handy gehabt habe, meinte der SP-Politiker. Zudem mahnte er die rund 100 anwesenden Gäste, im Hinblick auf technologische Entwicklungen nicht zu schnell vorwärts zu gehen, aber dennoch den Mut zu haben, mehr Chancen als Gefahren zu sehen. (mv)

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