Orange und Sunrise prüfen gemeinsames Mobilfunknetz

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14. Juli 2014 - Eine Fusion soll bei den Telekomanbietern Orange und Sunrise derzeit nicht in Planung sein. Stattdessen prüfen die beiden Unternehmen aber gemeinsam mit ihren Netzwerklieferanten Ericsson und Huawei ein einheitliches Mobilfunknetz.
Im Juni sind erneut Gerüchte aufgekommen, wonach Orange und Sunrise eine Fusion prüfen (Swiss IT Reseller berichtete). "20 Minuten" zufolge soll eine Fusion aber derzeit kein Thema für die beiden Schweizer Unternehmen sein. Stattdessen seien Orange und Sunrise aber daran, ein Network Sharing zu prüfen, heisst es in dem Bericht. So soll Orange-CTO Johan Hall laut "Scal.ch" eine Mitteilung an die Mitarbeitenden verschickt haben, um sie darüber zu informieren, dass die beiden Telekom-Anbieter ein gemeinsames Mobilfunknetzt testen wollen. Diese Information sei auch seitens Sunrise bestätigt worden.

Gegenüber "20 Minuten" soll Orange-Sprecherin Therese Wenger zudem erklärt haben, dass die ersten Tests zeigen, ob und inwiefern eine Zusammenlegung der beiden Mobilfunknetze möglich ist. Hierfür haben die beiden Telekom-Anbieter bereits ihren jeweiligen Netzwerklieferanten – im Falle von Orange Ericsson und bei Sunrise Huawei – mit der Überprüfung der technischen Realisationsmöglichkeiten beauftragt.
In welchen Regionen die Tests durchgeführt werden und wann erste Ergebnisse vorliegen sollen, hat keines der beiden Unternehmen verraten. Jedoch werden die Tests in den ausgewählten Regionen keinerlei Einfluss auf die dort ansässigen Kunden haben, schreibt Hall in dem internen Schreiben.

Der Telekom-Experte Ralf Beyeler des Vergleichdienstes Comparis.ch sieht in einem gemeinsamen Mobilfunknetz Chancen für die beiden Unternehmen, gegenüber Swisscom die Konkurrenzfähigkeit auszubauen. Ausserdem könnten Kunden von einer besseren Netzabdeckung profitieren.
(af)

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Kommentare

Donnerstag, 7. August 2014 Hanspeter
@Patrick So einfach "sparen" ist es eben nicht. Du streichst eine Antenne, musst die übrig gebliebene aber ausbauen, weil auf einmal doppelt so viel Traffic auf derselben - da wird sich der Preis wohl nicht grossartig bewegen...

Montag, 14. Juli 2014 Patrick
Dieser Schritt ist sehr zu begrüssen. So kann nicht nur die Qualität erhöht werden, sondern auch Strom eingespart werden, wenn an gewissen Standorten anstatt 2 Antennen zu 20% ausgenutzt werden 1 zu 40% ausgelastet werden. Aber dann müssen die Preise auch runter kommen. Zudem sollte man versuchen durch Leistung Neukunden zu gewinnen und nicht mit einem günstigen Preis. Der Preis ist dann nur noch ein Zückerchen obendrauf Firmen und privat auf einen Umstieg zu animieren.

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