Querdenker: Der Traum der sicheren Cloud oder besser - Wo ist meine Datenfestung, die mich schützt?

Querdenker: Der Traum der sicheren Cloud oder besser - Wo ist meine Datenfestung, die mich schützt?

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2013/10 – Seite 1
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6. Oktober 2013 - Von Jean-Paul Warts
Querdenker: Der Traum der sicheren Cloud oder besser - Wo ist meine Datenfestung, die mich schützt?
Jean-Paul Warts ist Privatdozent, Marktanalytiker und konstruktiv kritischer Denker sowie Berater in der Schweiz und Deutschland und lehrt an verschiedenen Hochschulen und Akademien im deutschsprachigen Europa. jeanpaul.warts@ facebook.com (Quelle: zVg)
Datenschutz ist und bleibt ein heikles Thema. Ob es die Playstation von Sony, die Telekom um Weihnachten vor zwei Jahren oder letzte Woche Vodafone in Deutschland war – stets gingen nicht ein paar, sondern ein paar Millionen Datensätze verschwunden – oder besser wanderten zu anderen. Etwas was uns als Kunden, aber auch Dienstlei­stern nicht geheuer sein darf.

Sicherheit gewinnt an Dynamik
Kennen Sie die Auflösung des Wortes Team? Toll, ein anderer macht's. Das kennt jeder. Besser passend in diesem Kontext ist aber: Total einfaches arbeiten mit… der sicheren Cloud-Lösung Ihres Vertrauens. Aber welche ist das? Wo sind die Wolken in Zeiten von Geheimdiensten und Pressefreiheit ignorierenden Regierungen wirklich sicher? Was können Sie Ihrem Kunden empfehlen? Eine berechtigte und sehr wichtige Frage. Es gibt gute Gründe, dass mittlerweile drei Dienste in den USA auf dortigem Boden ihren Dienst einstellen. Statt der NSA Tür und Tor zu öffnen, schliessen sie lieber den Laden. Respekt. Allerdings werden sichere Datenhäfen damit immer rarer. Und nicht jeder mag Island. Was ist also eine Alternative vor Ort?

Sonderkonjunktur in Deutschland und der Schweiz

Ohne dass Sie deutsches und schweizerisches Datenschutzrecht studiert haben müssen, können Sie eines festhalten: Das deutsche und schweizerische Recht ist sehr, sehr streng mit Kundendaten. So wie das Bankenwesen im Land der besten Schokolade und feiner Chronometer einem Bollwerk gleicht – schliesslich ist hier eine der stabilsten Währungen zu Hause und es wird einer deutschen Steuer-Kavallerie vehement getrotzt –, so solide sind auch die Datenburgen. Hosting made in Switzerland könnte ein Qualitätsmerkmal werden – ähnlich wie Hosting made in Germany. Die deutschen Datenfestungen stehen auf dem Dop-
pelknoten in Frankfurt, auf der deutschen Bodenseeseite oder in alten Atomwaffenbunkern der amerikanischen Streitkräfte. Das Modell macht Schule. So bemühen sich Telekom und Co. mühsam zu versichern, dass sie sicheren Mailverkehr ermöglichen – ohne grossen Aufwand durch den Anwender. Aber wer mag es ihnen glauben?

 
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