Wie die UC-Anbieter den Frühling spüren

Wie die UC-Anbieter den Frühling spüren

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2009/07 – Seite 1
Link auf diesen Artikel als E-Mail versenden
X
Empfänger:
Ihr Name:
Ihre Mailadresse:
14. April 2009 - Umfassende, revolutionäre UC-Vorzeigeprojekte wie sie die Hersteller propagieren bleiben aus. Oder zumindest sind sie selten anzutreffen. Von Stillstand zu reden wäre jedoch zu pessimistisch. Denn die Anbieter rüsten weiterhin wacker auf. Dafür bremsen jetzt die IT-Fachleute in den Unternehmen.
Wie die UC-Anbieter den Frühling spüren
Die IT-Welt spricht von Netzkonvergenz. Und von Unified Communication (UC). Man spricht viel, doch noch ist das Geschäft klein, der Grossteil des Handels weiss noch nicht genau, welche Rolle er spielt. Auch die Hersteller reichen unter dem Schlagwort unterschiedlichste Philosophien, Konzepte, Händlermodelle herum. Letzten November titelte IT Reseller «UC ist für den Handel noch Zukunftsmusik» und erntete von vielen Seiten, auch von Anbietern, Zustimmung. In der Zwischenzeit, rund fünf Monate später, ist die Zukunft noch nicht angebrochen. Aber zahlreiche neue oder überarbeitete Soft- und Hardware ist veröffentlicht worden, und die Gerüch­te, wonach zumindest Teilbereiche von UC-Konzepten von den Unternehmen vermehrt nicht nur nachgefragt sondern auch wirklich realisiert werden, halten sich hartnäckig.

Konkret handelt es sich dabei um Videokonferenz-Lösungen, die angeblich wegen der Krise und den deshalb vielerorten gekürzten Reisebudgets mehr nachgefragt werden. Dies bestätigten in den letzten Monaten Vertreter von Cisco, Polycom, Orange Business Services und Swisscom in persönlichen Gesprächen mit IT Reseller. Allerdings ohne dabei konkrete Zahlen nennen zu können. Gemäss Daniel Furrer, Country Manager bei Polycom, amortisieren sich die meisten Systeme innerhalb von einem halben Jahr. Um diese Aussage zu unterlegen, hat das Unternehmen kürzlich einen Rechner zur Erhebung des individuellen Return on Investment eingerichtet. Keine schlechte Idee, das suggeriert Transparenz und könnte sowohl Händler als auch CIOs und schliesslich CFOs zum Einstieg ins Geschäft motivieren.

Schweizer Markt im Wandel

Alleine in den letzten Monaten hat sich bezüglich Unified Communication und Collaborations auf der Anwenderseite in der Schweiz einiges getan. So hat beispielsweise die Grosskunden-Sparte von Swisscom zwei neue Lösungen aus ihrem Portfolio vorgestellt. Neu vertreibt man das Highend-Konferenzsystem Telepresence von Cisco, bei dem sich Gesprächspartner auch über grosse Dis­tanzen in Lebensgrösse gegenüber- sitzen und diskutieren können. Die Systeme setzen stabile IP-Verbindungen mit garantierten Bandbreiten von bis zu 20 Mbit/s voraus. Swisscom hat schon heute eigene Telepresence-Räume in Bern, Zürich und Mailand.

Man denke auch über ein Modell nach, bei dem die Räume von Unternehmen gemietet werden können. Denn trotz dem Argument, dass Unternehmen mit Videokonferenzsystemen Reisekosten einsparen können, würden viele wegen des hohen Anschaffungspreises zögern, so Jean-Pierre Wollenschläger von Swisscom.

Eine Alternative mit deutlich geringeren Anschaffungskosten bietet Swisscom über ihr Tochterunternehmen Webcall mit Microsoft Live Meeting an. Dabei handelt es sich um ein Konferenz-System das auf jedem PC installiert werden kann.
 
1 von 3

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage:
Vor wem mussten die sieben Geisslein aufpassen?
Antwort:
Name:
E-Mail:
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER