Die weltweiten Tablet-Auslieferungen sind im zweiten Quartal 2026 um 10 Prozent auf 36 Millionen Stück gesunken. Das zeigen Zahlen von
Omdia. Damit verzeichnete der Markt einen der stärksten Rückgänge der letzten zwei Jahre. Erstmals seit Jahren blieb zudem das übliche saisonale Plus im zweiten Quartal aus, das normalerweise von der Nachfrage zum Schulbeginn getrieben wird.
Als Grund für die Entwicklung führen die Marktforscher vor allem die angespannte Komponentenversorgung ins Feld. Weil die Hersteller mit den verfügbaren Bauteilen haushalten müssen, dürften sie vermehrt auf margenstärkere Premium- und Flaggschiffmodelle setzen. Im günstigeren Segment wird das Angebot dagegen knapper. Gleichzeitig drücken steigende Preise auf die Nachfrage. Die Marktforscher rechnen deshalb auch für den Rest des Jahres mit einem rückläufigen Markt.
Marktführer im Tablet-Bereich blieb
Apple mit 13,5 Millionen ausgelieferten iPads und 38 Prozent Marktanteil. Das sind allerdings 8 Prozent weniger Geräte als vor einem Jahr.
Samsung folgte mit knapp 6 Millionen Tablets und einem Minus von 13 Prozent. Besser lief es bei
Lenovo. Als einziger der fünf grössten Anbieter konnte das Unternehmen zulegen, und zwar um 27 Prozent. Laut Omdia war der Zuwachs teilweise auf vorgezogene Lieferungen mit Blick auf erwartete Preiserhöhungen zurückzuführen. Auf den Plätzen vier und fünf folgten
Xiaomi und
Huawei mit 2,8 und 2,7 Millionen Geräten.
Auch der Chromebook-Markt blieb im zweiten Quartal rückläufig. Die Analysten machen dafür neben den hohen Speicherkosten auch die schwächere Nachfrage im Bildungsbereich verantwortlich. Gerade bei günstigen Geräten für Schulen schlägt der teure Arbeitsspeicher stark auf die Kosten durch.
Lenovo hielt sich mit 1,76 Millionen ausgelieferten Chromebooks an der Spitze (-2,8 %).
Acer rückte mit 1,18 Millionen Geräten auf Platz zwei vor (-3,9 %) und lag damit knapp vor
HP, das auf 1,15 Millionen (-13 %) Auslieferungen kam.
Asus fiel aus der Reihe und lieferte 749'000 Chromebooks aus, 66 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Bei
Dell brachen die Auslieferungen dagegen um 47 Prozent auf 465’000 Geräte ein.
(dow)