Das Wachstum im Tablet-Markt stagniert. Mit einem kaum nennenswerten Anstieg von 0,1 Prozent ist die Zahl der verkauften Tablets mit 37 Millionen Stück nur unwesentlich höher als im Vorjahresvergleich, wie Zahlen von Omdia zeigen.
Im Vergleich zum Vorquartal ist zudem ein recht starker Rückgang zu beobachten. In diesem wurden, unter anderem bedingt durch das Weihnachtsgeschäft, noch 44 Millionen Tablets verkauft. Während das Tablet-Geschäft abflacht, scheint der Markt für Chromebooks aber deutlich mehr zu leiden: Der Absatz ist zwar höher als im Vorquartal, im Vergleich zum Vorjahr wurden aber bereits weniger Chromebooks verkauft und vor allem die Aussichten der Marktforscher sind schlecht.
Tablet hätten hinsichtlich Margen, Absatzvolumen und Gesamtwert an Bedeutung verloren, so Omdia. In Folge würden sich Hersteller in Zeiten von Lieferkettenproblemen auf stabilere Segmente – entweder PCs oder Smartphones – konzentrieren. Im Tablet-Segment würden sich Hersteller derweil eher auf den Premium-Markt konzentrieren, die Nachfrage nach teureren Modellen sei stabiler als im Billigsegment, der Spielraum grösser. Als dritter Faktor führen die Marktforscher den Vergleich zu Windows-PCs ins Feld: Tablet fehle ein "strukturellen Erneuerungskatalysator", gemeint ist der erzwungene Lebenszyklus durch die Windows-11-Einführung, die Besitzer von Geräten mit Windows zum Wechseln gezwungen hatte.
Marktführer im Tablet-Bereich ist weiter
Apple mit 14,8 Millionen ausgelieferten iPads und einem Wachstum von 7,9 Prozent.
Samsung und
Huawei besetzen mit 5,8 und 3,2 Millionen Geräten Platz 2 und 3. Doch während Samsung 12,6 Prozent weniger Tablet verkaufte, läuft es bei den chinesischen Herstellern noch deutlich besser: Bei Huawei beträgt das Wachstum 28,1 Prozent,
Lenovo auf Platz 4 konnte 20 Prozent mehr Tablets verkaufen (3 Millionen Stück).
Innerhalb des PC-Marktes seien Chromebooks derweil die am stärksten betroffene Kategorie, so Omdia weiter. So würden Beschaffungen im Bildungsbereich momentan aufgeschoben, bis sich der Markt wieder stabilisiert. Vier der fünf grössten Hersteller mussten massiv Federn lassen, nur Asus auf Platz 5 kann leichtes Wachstum verbuchen. Marktführer ist weiter Lenovo mit 1,46 Millionen ausgelieferten Notebooks, dahinter folgen HP, Acer,
Dell und
Asus. Die Aussichten sind aber düster: Laut Omdia sollen alle Chromebook-Lieferungen von den aktuell 4,5 Millionen bis zum Q4 2026 auf fast halbieren.
(win)