Für 2026
rechnet Gartner weltweit mit 47 Prozent höheren KI-Ausgaben und einem Gesamtvolumen von 2,59 Billionen US-Dollar. Besonders viel Geld soll in KI-Infrastruktur fliessen, also etwa in KI-optimierte Cloud-Dienste, Server, Netzwerktechnik, Halbleiter und Geräte.
Dieses Segment soll laut dem Analystenhaus mehr als 45 Prozent der gesamten KI-Ausgaben ausmachen. "In den kommenden Jahren wird der Bedarf an Kapazität die KI-Infrastruktur zum grössten Marktsegment machen", sagt John-David Lovelock, Distinguished VP Analyst bei
Gartner. Innerhalb dieses Bereichs sollen sich die Ausgaben für KI-optimierte Server in den nächsten fünf Jahren verdreifachen, weil Cloud-Anbieter zusätzliche Kapazitäten für GenAI-Modelle und agentenbasierte Workflows aufbauen.
Auch bei KI-Modellen erwartet das Marktforschungsunternehmen starkes Wachstum. Die Ausgaben in diesem Bereich sollen 2026 um 110 Prozent steigen. Grund dafür sei unter anderem, dass Unternehmen GenAI-Modelle und KI-Agenten häufiger in bestehende Anwendungen und Arbeitsabläufe einbinden.
Zugleich sehen die Analysten 2026 als Wendepunkt für KI-Investitionen in Unternehmen. Bisher werde der Markt vor allem von Technologieunternehmen und Hyperscalern getragen. Viele Firmen setzten KI derzeit eher für einzelne Vorhaben ein, die Effizienz und Produktivität schrittweise verbessern sollen. Für CIOs werde es deshalb wichtiger, den Nutzen von KI-Investitionen nachzuweisen und Projekte klar an Geschäftsziele zu knüpfen.
(dow)