Samsung und
SK Hynix wollen ihre NAND-Flash-Produktion im laufenden Jahr senken. Laut
einem Bericht des südkoreanischen Portals "Chosun Biz", der sich wiederum auf die Analysten von Omdia bezieht, plant
Samsung im Vergleich zu 2025 nur noch mit rund 4,7 statt 4,9 Millionen NAND-Flash-Wafern. SK Hynix will die Produktion demnach von 1,9 Millionen auf 1,7 Millionen Wafer drosseln.
Laut den Analysten zielen die beiden weltweit führenden Flash-Hersteller mit dieser künstlichen Verknappung darauf ab, die Margen für SSD-Produkte mit Blick auf eine sinkende Rentabilität zu erhöhen. Eine Reduzierung der Wafer-Produktion könnte aber auch technisch bedingt sein und mit der Umstellung auf sogenannte Quadruple Level Cells zusammenhängen. Diese Technologie würde gar eine Steigerung der Speichermenge trotz geringerer Chip-Zahl mit sich bringen und vor allem auf das Geschäft im Datacenter-Bereich abzielen.
Zudem ist auch eine Reaktion auf zunehmende Konkurrenz aus China denkbar. Im Gegensatz zu Samsung und SK Hynix hat das chinesische Unternehmen YMTC seit letztem Jahr seine Präsenz auf dem NAND-Markt ausgebaut und sein Volumen stetig erhöht, schreibt "Chosun Biz". Eine mögliche Strategie für Samsung und SK Hynix ist, sich vor diesem Hintergrund stärker auf das Datacenter- und Enterprise-Geschäft zu konzentrieren, und weniger auf das wettbewerbsintensive Business mit Mobilgeräten und PCs.
Die Marktbeobachter gehen davon aus, dass sich die Senkung der Produktionszahlen bei Samsung und SK Hynix abermals negativ auf die Verfügbarkeit von SSD-Produkten im Markt auswirken könnte. Diese ist bereits durch die hohe Nachfrage im Zuge des KI-Booms enorm strapaziert, während die Preise weltweit steigen ("IT Reseller"
berichtete).
(sta)