PC-Markt: IDC spricht vom schwächstem Q4 seit 2006
Quelle: Unsplash/Olena Sergienko

PC-Markt: IDC spricht vom schwächstem Q4 seit 2006

Gemäss Zahlen von IDC wurden im vierten Quartal 2023 weltweit 67,1 Millionen PCs ausgeliefert – so wenige wie seit 2006 nicht mehr. Für 2024 wird mit Erholung gerechnet.
15. Januar 2024

     

Während die Marktforscher von Canalys dem weltweiten PC-Markt im vierten Quartal 2023 ein Plus bescheinigen ("Swiss IT Reseller" berichtete), sprechen die Zahlen von IDC eine andere Sprache. Gemäss IDC haben in den letzten drei Monaten 2023 weltweit 67,1 Millionen PCs die Werke der Hersteller verlassen. Das kommt einem Minus von 2,7 Prozent im Vergleich mit 2022 gleich. IDC spricht dabei vom tiefsten Marktvolumen seit dem vierten Quartal 2006 und vom achten Quartal in Folge mit rückläufigen Absätzen.


Immerhin: Laut IDC konnten Lenovo und HP ihre PC-Auslieferungen steigern, und zwar um 3,9 respektive 5,4 Prozent auf 16,1 beziehungsweise 13,9 Millionen Einheiten. Lenovo kommt so auf einen Marktanteil von 24 Prozent, HP auf 20,8 Prozent. Dell Technologies hat 9,9 Millionen Rechner ausgeliefert, was einem Minus von 8,2 Prozent und einem Marktanteil von 14,8 Prozent gleichkommt. Um satte 18,4 Prozent im Minus war laut IDC Apple. Die noch 5,7 Millionen ausgelieferten Macs entsprechen einem Marktanteil von 8,5 Prozent. Auch Asus war im Minus, und zwar 11,9 Prozent, was 4,2 Millionen PCs entspricht (6,3% Marktanteil).

Fürs Gesamtjahr weist IDC für den weltweiten PC-Markt ein Minus von 13,9 Prozent aus, was noch 259,5 Millionen ausgelieferten Rechnern entspricht. Marktführer Lenovo war dabei 13,2 Prozent im Minus und kommt auf einen Marktanteil von 22,7 Prozent (59 Mio. PCs). Etwas besser lief es bei HP, wo das Minus lediglich 4,3 Prozent betrug, was einen Marktanteil von 20,4 Prozent (52,9 Mio. PCs) ergibt. Dell Technologies war 19,6 Prozent im Minus (Marktanteil noch 15,4 Prozent), Apple sogar 22,4 Prozent (Marktanteil 8,4%) und Asus 18,1 Prozent (Marktanteil 6,5%).


IDC rechnet damit, dass die PC-Marktzahlen im vierten Quartal ihren Tiefpunkt erreicht haben und nun Wachstum zurückkehrt. Es gebe positives Momentum, getrieben unter anderem durch KI, so IDC, und das vor allem rund um Commercial-PCs und den Gaming-Sektor. (mw)



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