«Die Lieferengpässe erschweren die Planbarkeit»

«Die Lieferengpässe erschweren die Planbarkeit»

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2022/05 – Seite 1
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30. April 2022 - Wie funktioniert das Geschäft mit Servern bei einem grossen IT-Dienstleister, und wo liegen die Bedürfnisse der Kunden? Darüber haben wir uns mit Adrian von Känel, Leiter der knapp 120 Personen grossen ­Business Unit Professional Services bei Bechtle Schweiz, unterhalten.
«Die Lieferengpässe erschweren die Planbarkeit»
Bechtle Firmengebäude (Quelle: zVg)
«Swiss IT Reseller»: Bei welchen Endkunden in der Schweiz verkauft und implementiert Bechtle typischerweise noch Server?
Adrian von Känel:
Server allein sind heute nicht mehr im Fokus. Wenn sich Kunden für eine On-Premises-Lösung entscheiden, dann geht es um Komplettlösungen, welche bereits einen ersten Schritt in die Cloud darstellen. Unsere Aufgabe liegt darin, diese so zu designen, dass später alles oder auch einzelne Teile davon in die Cloud verschoben werden können.

Gibt es gewisse Ten­denzen, was die Branchen angeht, die noch eigene Hardware besitzen möchten?
Nicht unbedingt. Natürlich gibt es in den regulierten Branchen – etwa der Finanz- oder Versicherungsbranche oder im Gesundheitswesen – aufgrund von Compliance-Regeln Auflagen bezüglich dessen, was in die Cloud verschoben werden darf. Diese Branchen müssen zumindest in Teilen Hardware zwingend On-Premises betreiben. Unternehmen dieser Branchen können wir auch immer wieder mit unseren Gesamtlösungen unterstützen.

Gehören Cloud-Anbieter auch zu ­Ihren ­Kunden?
Einige kleinere IT-Dienstleister, die für ihre Kunden Private-Cloud-Angebote bereitstellen, gehören zu unseren Kunden. Dank unserem Know-how und unserer Erfahrung können wir hohe Partnerstatus bei renommierten Herstellern vorweisen. Die Vorteile, die wir daraus erzielen, geben wir gerne auch unseren Kunden weiter.
«Die Lieferengpässe erschweren die Planbarkeit»
«Im Moment spüren wir eine gestiegene ­Nachfrage nach Hardware ­seitens der Endkunden.» Adrian von Känel, Leiter ­Business Unit Professional ­Services, Bechtle Schweiz (Quelle: zVg)
Wie hat sich die Nachfrage nach Server-­Hardware in der jüngeren Vergangenheit ­verändert?
Im Moment spüren wir eine gestiegene Nachfrage nach Hardware seitens der Endkunden. Wir sind jedoch, wie andere IT-Dienstleister auch, betroffen von den Lieferengpässen bei IT-Hardware. Aber: Auch wenn die Lieferengpässe noch umfangreich sind, können wir dank unserem strategischen Partnernetzwerk und unseren hohen Partnerstatus den Grossteil unseres umfassenden Angebotes in nützlicher Frist ­liefern.

Womit erklären Sie sich die zuletzt gestiegene Nachfrage?
Ich denke, dass es bei den Kunden bedingt durch die Pandemiesituation zu einem gewissen Projektstau gekommen ist, dass Investitionen zurückgestellt wurden. Diese Investitionen werden nun nachgeholt, was die erhöhte Nachfrage erklärt.

Und wie gehen Sie mit den angesprochenen Herausforderungen rund um die aktuelle ­Liefersituation um?
Die nun schon länger andauernden Lieferengpässe erschweren die Planbarkeit, weil es immer wieder zu Verschiebungen von Lieferungen kommt. Wir können uns als Dienstleister in dieser Situation besonders dadurch profilieren, dass wir es schaffen, Hardware anzubieten, die tatsächlich verfügbar ist. Das erreichen wir, indem wir maximal intelligent mit den Kundenanforderungen umgehen und unser gesamtes Partnernetzwerk involvieren.
 
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