Arbeitskultur für ein neues Morgen

Arbeitskultur für ein neues Morgen

(Quelle: undplash)
Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2022/03 – Seite 1
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26. Februar 2022 - Beim Technologie-Provider Also mit Sitz in Emmen geht man in der Pandemie neue Wege, was die Arbeitskultur betrifft. Der Weg dorthin führt zu vielen Fragen und neuen Herausforderungen und gibt sowohl den Mitarbeitern wie auch dem ­Unternehmen eine bisher nicht dagewesene Flexibilität. Diese Änderungen sind bedeutungsvoll und nachhaltig, wie CCO Tom Brunner überzeugt ist.
Home Office, Sales-Gespräche per Video-­Calls und erschwerte Ausbildungs­verhältnisse – die Veränderungen im ­Arbeitsalltag, welche die Pandemie mit sich gebracht hat, waren wohl in den meisten ­Betrieben der Schweizer IT-Szene einschneidend. Spannend sind diese neuen Herausforderungen im Schweizer Channel insbesondere bei den Distributoren, beheimaten diese doch eine grosse Bandbreite verschiedener Rollen unter einem Dach. Ob Sales, Lagerist, Tech-Support oder Lehrling – sie alle haben verschiedene Aufgaben, Ansprüche und Herausforderungen.

Ein Unternehmen, das im Zuge der Pandemie eine bemerkenswerte Wandlung vollzogen hat, ist der Schweizer Technologieanbieter Also. CCO Tom Brunner lässt im Gespräch mit «Swiss IT Reseller» die Entwicklungen der vergangenen zwei Jahre ­Revue passieren und zeichnet auf, wie die Arbeits­kultur bei Also während der Pandemie aussieht und wohin sie sich entwickeln könnte.

Home Office: Nicht möglich!

Arbeitskultur für ein neues Morgen
«Wenn das Telefon klingelt: Business first. Wenn wir einen Notfall im Haus haben: Family first.» Tom Brunner, CCO, Also (Quelle: zVg)
«Grundsätzlich wäre Home Office bei uns auch vor der Pandemie schon erlaubt gewesen», erinnert sich Tom Brunner. Genutzt wurde diese Möglichkeit jedoch fast nie – nur einzelne Personen hätten das damals überhaupt jemals in Anspruch genommen. Den Grund verortet er in einer ausgeprägten Disziplin, die seine Mitarbeiterschaft an den Tag gelegt hat und einer unausgesprochenen sozialen Kontrolle innerhalb der Also-Teams. Dabei war eine Entwicklung hin zu einem flexibleren Arbeitsmodell eine wichtige Angelegenheit für Brunner, als er 2018 seine Stelle antrat: «Wenn wir bereit sein wollen für Transformation, aber dermassen starr in Prozessen und Verhaltensstrukturen festsitzen, gibt es nur eines: Wir müssen Home Office richtiggehend fördern, um eine andere Perspektive einnehmen zu können!»

Um eine Ausgangslage zu erhalten, hat man im Sommer 2018 bei Also eine Matrix aufgebaut und alle Bürojobs in drei Kategorien bezüglich Home-Office-Optionen aufgeteilt: möglich, teilweise möglich und nicht möglich. «Das Resultat war völlig eindeutig», so Brunner. «Es gab faktisch nur eine Kategorie: Nicht möglich! Und das über alle Organisationseinheiten mit unterschiedlichsten Aufgabenbereichen hinweg, beurteilt durch viele Führungskräfte und Mitarbeiter.» Brunner holt tief Luft. «Wir wussten, hier haben wir wohl einen längeren Weg vor uns.»

Den Start dieses Weges machte Also Schweiz weit vor der Pandemie mit dem Austausch des IT-Equipments und ersetzte alle noch aktiven Desktop-Geräte mit Notebooks. Weiter arbeitete man an den Jobbeschreibungen, definierte die Arbeitszeiten noch flexibler, feilte an den Zielbestimmungen für die Angestellten und investierte in die Führungsausbildung. «Wir wollten den Mitarbeitern zeigen: Wir müssen in Bewegung kommen», so Brunner.
 
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