Halbleiterspezialist
Qualcomm hat die Ergebnisse fürs jüngste Quartal veröffentlicht und vermag damit nicht in jeder Hinsicht zu überzeugen. Die Einnahmen konnten gegenüber dem Vorjahresquartal um 5 Prozent auf 12,25 Milliarden Dollar gesteigert werden, wobei insbesondere der Automotive-Bereich für das Wachstum verantwortlich zeichnete. Der Nettogewinn belief sich auf 3 Milliarden Dollar oder 3,50 Dollar pro Aktie ohne Sonderposten; im Vorjahr wurden noch fast 3,2 Milliarden Dollar erzielt. Nichtsdestotrotz übertraf man mit den Ergebnissen die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit einem Gewinn von 3,41 Dollar pro Aktie und Einnahmen in Höhe von 12,21 Milliarden gerechnet hatten.
Was die weitere Entwicklung anbelangt, gab das Management zu bedenken, dass die kurzfristigen Aussichten im Mobiltelefon-Bereich durch branchenweite Engpässe bei der Speicherversorgung beeinträchtigt werden könnten, doch sei man aufgrund der Nachfrage nach High-End-Smartphones zuversichtlich, die Geschäftsziele zu erreichen.
Für das laufende zweite Fiskalquartal stellt das Management Einnahmen im Bereich von 10,2 bis 11 Milliarden Dollar in Aussicht, während der Markt im Schnitt mit 11 Milliarden rechnete. Auch die Gewinnprognose kam unter den Markterwartungen zu liegen.
Die Qualcomm-Papiere mussten in der Folge deutlich Federn lassen und ihr Wert gab nach Bekanntgabe im nachbörslichen Handel zwischenzeitlich um über 11 Prozentpunkte nach.
(rd)