Laut
Zahlen der Marktforscher von Omdia wächst der globale adressierbare IT-Markt auch 2026 deutlich, und zwar um 10,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 6,07 Billionen Dollar. In der EMEA-Region soll der Markt um 8,1 Prozent wachsen – EMEA soll damit für 26 Prozent des globalen Marktes verantwortlich zeichnen.
Den grössten Anteil des globalen IT-Marktes 2026 machen Technologieprodukte mit 2,85 Billionen US-Dollar aus, was einem erwarteten Wachstum von 14,3 Prozent entspricht. IT-Services sollen um 9,6 Prozent auf 1,87 Billionen US-Dollar zulegen, während Telekom-Dienstleistungen mit 3,3 Prozent auf 1,35 Billionen US-Dollar wachsen.
Innerhalb der Technologieprodukte verzeichnet der Bereich Infrastruktur mit 29,2 Prozent das stärkste Wachstum, getrieben durch Investitionen in KI-Infrastruktur. Ebenfalls dynamisch entwickeln sich Komponenten und Peripheriegeräte, da Engpässe bei Bauteilen wie DRAM zu Vorratskäufen und steigenden Preisen führen, wie
Omdia schreibt.
Aus Kundensicht generieren Grossunternehmen inklusive öffentlichem Sektor 47 Prozent der IT-Ausgaben. Kleine und mittlere Unternehmen, zu denen
Omdia Firmen mit bis zu 499 Mitarbeitenden zählt, kommen auf 39,2 Prozent, das Mid-Market-Segment auf 13,8 Prozent. 72,9 Prozent der Endkunden gehen für 2026 von steigenden IT-Budgets aus – im letzten Jahr waren es noch 60,2 Prozent. Knapp ein Viertel rechnet mit Zuwächsen von über 10 Prozent, während nur 6,5 Prozent von Kürzungen ausgehen.
Der Vertrieb über den Channel wird laut Omdia in diesem Jahr anteilsmässig an Bedeutung verlieren. 2026 werden rund 66,7 Prozent der IT-Ausgaben über Partner abgewickelt, 2025 waren es noch 70,1 Prozent. Gleichzeitig wächst der direkt von Herstellern erzielte Umsatz deutlich schneller, insbesondere durch hohe Investitionen von Hyperscalern in Cloud- und KI-Infrastruktur, so die Marktforscher. In der EMEA-Region liegt der Channel-Anteil mit 72,2 Prozent über dem globalen Schnitt; Nordamerika zum Vergleich liegt bei 61,1 Prozent.
Trotz sinkendem Marktanteil behalten Partner laut Omdia grossen Einfluss auf IT-Entscheidungen der Kunden, und die absoluten Ausgaben über Partner steigen weiter. Gleichzeitig nehme die Komplexität im Partnerökosystem zu, unter anderem durch neue Geschäftsmodelle, veränderte Beschaffungswege über Hyperscaler-Marktplätze und eine stärkere Konzentration auf grosse Partner. Omdia sieht Wachstumspotenzial insbesondere bei Partnern, die ihr Serviceangebot ausbauen, Kompetenzen bündeln und ihre Vertriebsmodelle stärker integrieren.
(mw)