Salt forciert Geschäft mit Unternehmenskunden
Quelle: SITM

Salt forciert Geschäft mit Unternehmenskunden

Salt wagt mehr B2B und baut das Portfolio für Unternehmenskunden um Internet- und Voice-Abos zu attraktiven Preisen aus. Ein ambitionierter Vorstoss und eine Kampfansage an den Wettbewerb.
28. Januar 2026

   

Bisher hatte Salt für Business-Kunden nur Mobile-Abos im Angebot. Doch der Provider will im B2B-Umfeld wachsen und baut zu diesem Zweck sein Sortiment für Unternehmenskunden deutlich aus. CEO Max Nunzianta (Bild) spricht gar von einer "neuen Ära für Salt Business". Konkret offeriert Salt neben Mobile-Abos nun auch Internet- sowie Telefonie-Produkte für das B2B-Umfeld, die gleich mehrere Komponenten zum attraktiven Preis bündeln.

So setzt Corporate Internet auf glasfaserbasierter Infrastruktur auf und kombiniert einen Internetanschluss (bis zu 40 Gbit/s) mit Business-Continuity- und Cybersecurity-Features. Das Paket umfasst einen automatischen Failover, um über das Mobilfunknetz Konnektivität auch bei einem etwaigen Ausfall sicherzustellen. Zusammen mit Partner Fortinet hat Salt zudem Security-Funktionen auf Basis der Fortiguard-Plattform integriert, die Unternehmen proaktiv unter anderem vor Malware und DDoS-Angriffen schützen sollen. Laut Salt werden die Sicherheitsfunktionen zentral verwaltet und kontinuierlich aktualisiert – und vor allem kleine Unternehmen somit im Bereich Cybersecurity entlastet.


Ergänzend zu Corporate Internet bietet Salt Business mit Corporate Voice eine "Carrier-Grade-Sprachlösung" an, daher einen SIP Trunk, der mit zahlreichen bestehenden lokalen PBX-Systemen sowie mit cloudbasierten Telefonieplattformen kompatibel sein soll.

Corporate Internet ist ab sofort schweizweit verfügbar und steht in drei symmetrischen Geschwindigkeitsstufen zur Verfügung: 1 Gbit/s ab 95.20 Franken pro Monat, 10 Gbit/s ab 159.20 Franken pro Monat sowie eine 40 Gbit/s-Option auf Anfrage. Corporate Voice kostet 7.20 Franken pro Monat und Kanal (Pay-as-you-go-Modell) oder 31.20 Franken pro Monat und Kanal mit nationaler Flatrate. Die internationale Variante kostet 39.20 Franken pro Monat und Kanal. Die Preise enthalten jeweils 20 Prozent Rabatt für bestehende Salt-Mobile-Kunden. Zudem bietet Salt für die ersten sechs Monate einen Early-Bird-Nachlass über 50 Prozent an.

"Wir werden hungrig bleiben"

Auf einer Launch-Veranstaltung Ende Januar in Zürich hat Salt wenig Zweifel daran gelassen, welchem Wettbewerber der Provider mit dem neuen Angebot Marktanteile abknöpfen will. Corporate Internet sei um die Hälfte günstiger als ein vergleichbares Angebot von Swisscom, rechnete Nunzianta auf der Bühne vor. Zwar steige man später in den Bereich ein als andere Anbieter, verfolge mit der Bündelung von Konnektivität, Continuity und Cybersecurity aber einen Ansatz, mit dem man sich von der Konkurrenz abhebe. Der CEO spricht von einer "Demokratisierung von Technologien", die bisher grossen Unternehmen vorbehalten waren, und bekräftigt: "Wir sind überzeugt, dass Swisscom in Vergangenheit nicht genügend herausgefordert wurde."

Nunzianta sieht in der Erweiterung des Portfolios einen logischen Schritt. Denn für weiteres Wachstum im Business-Umfeld waren neue Produkte notwendig, um sich über Mobile hinaus zusehends als Full-Service-Provider positionieren zu können. Auf diesem Weg ist es nun möglich, aktiv nicht nur Bestandskunden anzusprechen, sondern auch jene Unternehmen, die alles aus einer Hand beziehen wollen und daher zuvor andere Anbieter gewählt hatten. Das mittlere Unternehmenssegment bildet dabei den "Sweet Spot", aber auch grosse Kunden will Salt adressieren. Zudem sind künftig weitere flankierende ICT-Services denkbar – vergleichbar mit den breiten Business-Angeboten von Swisscom und Sunrise.


Spätestens dann ist aber die Unterstützung von Vertriebspartnern notwendig, um die weitestgehend standardisierten Produkte bestmöglich in individuelle Umgebungen wie Unternehmensnetzwerk und IT-Security-Landschaft zu integrieren. So lange will Salt aber nicht warten. Bereits mit dem Startschuss von Corporate Internet und Corporate Voice hat der Provider begonnen, potenzielle Partner anzusprechen, um das eigene indirekte Vertriebsnetzwerk – neben dem Direktvertrieb – auszubauen. Konkrete Wachstumsziele gibt es laut CEO Max Nunzianta dabei nicht. Das auch aus dem Grund, da der eigene Marktanteil aktuell noch überschaubar sei und somit viel Raum nach oben lasse. Gleichzeitig zeigt sich der Manager vom Potenzial des erweiterten Business-Portfolios überzeugt und bekräftigt mit einem Lächeln: "Auf Französisch sagt man, 'L'appétit vient en mangeant'. Je mehr man isst, desto hungriger wird man. Ich denke, wir werden hungrig bleiben." (sta)


Weitere Artikel zum Thema

Salt kann Umsatz um 3,6 Prozent steigern

21. November 2025 - Salt konnte den Umsatz im dritten Quartal um 3,6 Prozent auf 297,2 Millionen Franken steigern. Im Unternehmensumfeld habe man grössere Kunden gewinnen können.

Weiteres Home of Salt eröffnet

11. November 2025 - Mobilfunkanbieter Salt hat sein mittlerweile viertes Home of Salt eröffnet. Der jüngste Flagship Store findet sich in Bern.

Salt legt im zweiten Quartal bei Umsatz wie Gewinn zu

2. September 2025 - Salt meldet für das zweite Quartal positive Zahlen. Der Provider konnte in allen wichtigen Bereichen zulegen.


Artikel kommentieren
Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.

Anti-Spam-Frage: Welchen Beruf übte das tapfere Schneiderlein aus?

GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER