BCD-Sintrag soll LG Thin Clients zum Erfolg verhelfen

BCD-Sintrag soll LG Thin Clients zum Erfolg verhelfen

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2021/10 – Seite 2
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Wenn ich den LG Thin Client aber mit einem anderen Betriebssystem nutzen möchte?
Man kann die Geräte auch ohne Betriebssystem beziehen, sie können dann zum Beispiel auch mit Stratodesk oder anderen Betriebssystemen eingesetzt werden. Es gibt die Clients auch mit Windows 10 IoT und später mit Windows 11. Unser Schwerpunktgeschäft ist es aber, Cloud Devices für Virtualisierungsumgebungen zur Verfügung zu stellen, und wenn man so etwas macht, möchte man kein Windows auf dem Endgerät haben.

Wenn Sie sagen, Igel übernimmt den Software-Support. Wo sehen Sie die Aufgaben von BCD-Sintrag in dieser Dreiecksbeziehung?
Software-Support beschränkt sich generell auf technische Probleme im Betrieb der Software, auch hier unterstützen wir Partner bei der Lösung. Unsere Hauptaufgabe ist es, unsere Partner in allen Belangen ihres Geschäfts zu unterstützen: Zum einen indem wir den Partnern das benötigte Sales- und technische Know-how vermitteln – hier haben wir einen grossen Akademie-Bereich mit eigenen Experten für Igel, Citrix und Microsoft. Zum anderen in Projekten, indem wir technische Expertise liefern, durch die Bereitstellung von Testumgebungen für unsere Partner und die Evaluierung des passenden Endgeräts. Wir kümmern uns um Projektabwicklungen und machen die gesamte Logistik, Rechnungsstellung sowie die Abrechnung mit den Partnern. Im Allgemeinen sehen wir uns als Service-­Organisation für den IT-Fachhandel.

Wie sehen die ersten Schritte aus, wenn man einen Vertrieb von Null auf aufbauen muss?

Im ersten Schritt stellen wir als Basis für die vertriebliche Abwicklung die gesamten Hintergrundprozesse auf. Parallel dazu starten wir unsere Marketingmassnahmen und laden unsere Partner zu Webinaren ein, um ihnen das Produkt vorzustellen. Darüber hinaus findet im November ein virtueller Event statt, an dem wir die Produkte im Detail präsentieren und sich die Partner von den Unique Selling Points überzeugen können. Das ist ein sehr langwieriger Prozess, denn gerade in der Schweiz ist es mit einem sehr hohen Aufwand verbunden, einen Partner von einem Produkt zu überzeugen. Und das ist unsere Aufgabe für LG hier im Schweizer Markt. Das Besondere an der Partnerschaft mit LG ist auch, dass wir die dort handelnden Personen seit Jahren kennen und wissen, dass sie das Channel-Geschäft zu 100 Prozent kennen und leben.
So entstehen relativ hohe Initial­kosten, ohne dass direkt etwas für Sie rausspringt. Hilft LG hier?
Im Rahmen unserer unternehmerischen Tätigkeit gehen wir natürlich auch Risiken ein, in diesem Falle das Risiko der Investition in diesen Markt. Klar ist: Arbeitszeit einplanen, Prozesse bereitstellen, Marketingmassnahen aufgleisen und koordinieren, das alles ist mit Aufwand verbunden. Aber wir glauben an das Produkt und daran, dass es in den deutschsprachigen Markt gehört und dass es für den Igel-Channel passt. Igel sieht sich selbst als Software-Hersteller und möchte den Fokus nicht mehr so sehr auf die Hardware legen. Somit öffnet sich für andere Hardware-Hersteller die Plattform. Wir sind der Meinung, dass die Geräte von LG eine sehr gute Alternative zu den klassischen Produkten darstellen, die Igel angeboten hat. Vor allem die All-in-Ones machen es für Igel-Partner interessant und das Preis-Leistungs-Verhältnis der LG-Geräte bietet wirklich spannendes Potenzial.

Sie arbeiten mit Igel zusammen und Igel produziert ja eben auch eigene Hardware. Wieso sollte ich als Igel-­Partner dann eine LG-Hardware statt eine Igel-Hardware wählen?
Zum einen, weil LG eben Produkte anbietet, die Igel nicht im Portfolio hat, wie etwa diese All-in-Ones. Und zum anderen, weil der Basis-Client von LG ein ausgezeichnetes Preis-­Leistungs-Verhältnis bietet.

Wird das dann über kurz oder lang dazu führen, dass die Igel-Hardware verschwinden wird?
Das kann ich so im Moment nicht beurteilen. Ich weiss nicht, in welche Richtung sich Igel hier strategisch entwickeln will.

Kann ich als Partner jetzt schon ­Geräte beziehen oder wann nimmt der Vertrieb richtig Fahrt auf?

Wir haben die Thin Clients jetzt schon im Sortiment. Wir beziehen sie im Moment noch von unserer Mutter ADN in Deutschland. Das heisst, wir importieren sie aus Deutschland vorinstalliert mit dem Igel-Betriebssystem und verkaufen sie in der Schweiz. Ab Oktober oder November werden wir die Geräte direkt von LG beziehen und gegen Ende des vierten Quartals werden wir auch die All-in-Ones zur Verfügung haben. Im Moment können wir diese zwar bestellen, aber ohne Betriebssystem.

Wie ist die Resonanz der Partner ­bislang? Wie viele haben schon LG Thin Clients bezogen?
Bis jetzt noch niemand, da wir gerade erst angefangen haben. Die Partner haben aber ihr Interesse bekundet, wir haben immer wieder Anfragen für All-in-Ones mit Igel-Betriebssystem. Denn früher gab es von Igel selbst All-in-Ones. Diese Hardware-Produktion wurde aber bereits 2018 eingestellt, weil sie qualitativ nicht überzeugte. Seitdem gibt es eine Lücke, die LG nun ausfüllt.

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