Die Aufstrebende: Gabriela Keller, Ergon

Die Aufstrebende: Gabriela Keller, Ergon

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2017/06 – Seite 2
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Die Partnerschaft als tragende Säule

Seit 26 Jahren ist Gabriela Keller mit dem Architekten Jürg Gabathuler liiert und lebt mit ihm in Wollerau, wo dieser aufgewachsen ist. Sie betrachtet die Gemeinde am Zürichsee als ihre Heimat. So war sie während zehn Jahren Präsidentin der Kulturkommission. Das kommt nicht von ungefähr, Gabriela Keller ist eine Ästhetin und an Kultur und Design interessiert.

"Ich fühle mich hier zuhause. Wollerau ist nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, nur ein Domizil zur Steueroptimierung – es gibt eine sehr gut funktionierende Dorf-Gemeinschaft", sagt sie lachend. Gleichzeitig schlägt ihr Herz für Zürich und sie würde auch gern in der Stadt leben, aber das Pendeln habe auch Vorteile. Sie schätze die Zeit im Zug bis zum Bahnhof Enge und von dort auf dem Fahrrad auf dem Weg zu ihrem Büro. Der Heimweg sei für sie dann ein erstes Abschalten nach dem Arbeitstag.

Als Ausgleich treibt sie wenn immer möglich Sport, meistens zu Fuss, auf den Skiern oder auf dem Fahrrad und geniesst die Zeit mit ihrem Partner – auch auf Reisen. Sie waren schon auf dem Kilimandscharo und in Südamerika, sind aber auch gern in der Schweiz unterwegs. Diese wertvolle Zeit ist im letzten Jahr etwas weniger geworden. Zwar hätten sie in der Firma Jahresarbeitszeiten, an die sich auch die Geschäftsleitung zu halten habe, ihre neue Funktion bringe aber mit sich, dass man nicht jede Stunde akribisch protokolliere.

Der Weg an die Spitze

Nach dem Studium bekam Gabriela Keller eine Assistenzstelle an der ETH, merkte jedoch schnell, dass die wissenschaftliche Arbeit ihr nicht zusagte. Als sie von einem ehemaligen Studienkollegen von der Firma Ergon hörte, bewarb sie sich und bekam 1994 eine Stelle als Software-Entwicklerin. Ergon war zu dieser Zeit noch im Elternhaus des Gründers Theodor Graf einquartiert und Gabriela Keller die fünfzehnte Mitarbeiterin. Heute programmiert sie nicht mehr. "Ich habe mich schon lange vom ersten Jobprofil wegentwickelt." Dennoch ist sie noch immer für ihren ersten Kunden tätig, den Pharmariesen Roche, den sie beratend begleitet.

Wie viele ihrer heute rund 270 Mitarbeiter ist sie schon lange bei Ergon. Hat sie denn nie mit dem Gedanken gespielt, zu neuen Ufern aufzubrechen? "Das wurde bisher nicht nötig, denn die Firma selbst hat sich in den vielen Jahren stark verändert. Ich habe hier viel erlebt, konnte mich weiterentwickeln und kann heute auf dieser Basis aufbauen." Die Funktion als CEO hat sie aber nicht konsequent angestrebt. Zwar sei schon 2010 die Frage im Raum gestanden, ob sie einmal die Führung übernehmen solle. Damals wurde ein mehrjähriger Prozess zur Verjüngung des Management-Teams initiiert. Es sollte dann aber noch fünf Jahre dauern, bis sich diese Veränderung konkretisierte. In dieser Zeit war für Gabriela Keller stets klar, dass es kein Problem wäre, wenn sie nicht an die Spitze von Ergon berufen würde.

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