IBM steigert Gewinn bei sinkenden Umsätzen
Quelle: Depositphotos

IBM steigert Gewinn bei sinkenden Umsätzen

IBM hat die Unternehmenszahlen für das zweite Quartal 2023 veröffentlicht und muss einen leichten Umsatzrückgang vorweisen. Vor allem der Infrastruktur-Bereich verzeichnete abermals ein deutliches Minus – der Gewinn stieg dennoch.
20. Juli 2023

     

IBM muss ähnlich wie im ersten Quartal für das zweite Quartal 2023 durchwachsene Zahlen vermelden. Der Umsatz des US-amerikanischen IT-Konzerns ging im Jahresvergleich um 0,4 Prozent auf 15,5 Milliarden Dollar zurück – wobei das leichte Minus laut dem Unternehmen auch auf Währungseffekte zurückzuführen sei. Dennoch musste vor allem der klassische Infrastrukturbereich zurückstecken. Dessen Umsätze verzeichneten ein Minus von 15 Prozent. Allein das Geschäft mit den IBM z Mainframes brach um 30 Prozent ein. Das Software- und das Consulting-Geschäft legten hingegen um 7 beziehungsweise um 4 Prozent zu.


Dennoch zeigt sich IBM überzeugt, die bisherigen Wachstumsziele von 3 bis 5 Prozent für das Gesamtjahr 2023 erreichen zu können. "Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass wir den Umsatz und den freien Cashflow im Gesamtjahr steigern können", erklärt CEO Arvind Krishna. Das könnte auch mit der positiven Gewinnentwicklung zusammenhängen. Immerhin konnte IBM das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent auf zwei Milliarden Dollar steigern.

"Im Quartal wurde die Umsatzentwicklung von unseren Wachstumsvektoren Software und Consulting angeführt, und wir konnten unsere Bruttogewinnmarge weiter ausbauen, was auf unseren verbesserten Portfoliomix und Produktivitätsinitiativen zurückzuführen ist", erklärt James Kavanaugh, IBM Senior Vice President und Chief Financial Officer, die Bilanzentwicklung im Detail. IBM habe in Wachstum investiert und unter anderem sieben Akquisitionen angekündigt, um die eigene Hybrid-Cloud- und KI-Strategie weiter zu stärken.


Auch IBM-CEO Krishna bekräftigt, in welchen Bereichen er künftig das grösste Potenzial für Big Blue sieht: "Unternehmen nutzen unsere Hybrid Cloud- und KI-Technologie sowie unsere Beratungskompetenz, um ihre Abläufe zu verändern", so der Manager. IBM reagiere weiter auf diese Bedürfnisse der Kunden, die "vertrauenswürdige KI-Lösungen" suchen und man sei besonders erfreut über die Reaktionen auf die kürzlich eingeführte KI-Plattform Watsonx. (sta)



Weitere Artikel zum Thema

IBM mit weniger Umsatz und mehr Gewinn

20. April 2023 - Big Blue konnte im Q1 den Umsatz nur marginal steigern, doch kletterte der Gewinn dennoch zweistellig. Der Kurs der Aktie konnte in der Folge von den Quartalszahlen profitieren.

IBM präsentiert verhaltene Geschäftszahlen - Stellenabbau geplant

26. Januar 2023 - IBM stagniert beim Umsatz und will sich stärker auf das Cloud-Geschäft konzentrieren. Dafür muss an anderer Stelle gespart werden: Das Unternehmen plant, bis zu 3900 Stellen abzubauen.

IBM-CEO rechnet mit steigenden IT-Ausgaben

18. November 2022 - IBM-Chef Arvin Krishna geht davon aus, dass die IT-Ausgaben in den Unternehmen trotz Inflation und steigenden Zinsen weiter ansteigen werden. Eine weltweite Rezession oder eine Energiekrise in Westeuropa könnten aber auch einen Strich durch die Rechnung machen.


Artikel kommentieren
Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.

Anti-Spam-Frage: Vor wem mussten die sieben Geisslein aufpassen?
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER