Chip-Krise zieht sich ins nächste Jahr weiter

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(Quelle: TSMC)
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2. Dezember 2021 - Manche Arten von Halbleitern werden auch 2022 nur knapp und mit langen Lieferzeiten erhältlich sein, sieht Deloitte in einem Insights-Artikel voraus.
Die Analysten von Deloitte prognostizieren, dass sich die gegenwärtige Chip-Knappheit nicht so bald in Wohlgefallen auflöst. Viele Chips werden demnach das ganze kommende Jahr hindurch nicht im gewünschten Volumen lieferbar sein, und einige aufgrund langer Vorlaufzeiten sogar bis 2023. Besonders Halbleiter, die mit den modernsten Fertigungsprozessen produziert werden (3-, 5- und 7-Nanometer-Verfahren) dürften noch längere Zeit knapp bleiben, weil sie schwierig zu produzieren sind und die Prozesse eine geringe Ausbeute an brauchbaren Chips liefern.

Deloitte hat aber auch gute Nachrichten: Die Lieferprobleme werden künftig weniger schwerwiegend ausfallen als im Herbst 2020 und in weiten Teilen von 2021. Mitte 2021 habe die Lieferfrist für diverse Arten von Halbleitern zwischen 20 und 52 Wochen gelegen – also bis zu einem Jahr. Per Ende 2022, so die Deloitte-Prognose, werde man eher zwischen 10 und 20 Wochen auf Chip-Lieferungen warten müssen.

Der Grund für die anhaltende Knappheit liegt nicht nur in der Coronapandemie. Auch die im Zug der fortschreitenden Digitalisierung in den verschiedensten Wirtschafts- und Lebensbereichen enorm gestiegene Nachfrage trägt das Ihre zur Chip-Krise bei. So hätten die PC-Verkäufe per Anfang 2021 im Vergleich zum Vorjahr um über 50 Prozent zugenommen, und der Chip-Bedarf für Cloud Computing und Rechenzentren um 30 Prozent. Dazu kommt der Halbleiterbedarf weiterer Branchen, namentlich der Autoindustrie (im durchschnittlichen Auto seien bald Chips im Wert von mehr als 500 US-Dollar verbaut, meint Deloitte), und auch im Gesundheitswesen sieht der Bericht steigenden Bedarf. Dazu kommen immer mehr spezialisierte Prozessoren etwa für KI-Anwendungen – hier rechnet Deloitte für die nächsten Jahre mit einem Nachfrageplus von über 50 Prozent pro Jahr. (ubi)

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