«Wichtig, dass wir am gleichen Strang ziehen»

«Wichtig, dass wir am gleichen Strang ziehen»

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2021/12 – Seite 1
Link auf diesen Artikel als E-Mail versenden
X
Empfänger:
Ihr Name:
Ihre Mailadresse:
4. Dezember 2021 - Felix Ruppanner trägt als Country Manager neu die Verantwortung bei Peoplefone und will in dieser Rolle künftig die eigenen Produkte gemeinsam mit den Partnern besser an die Kunden bringen.
«Wichtig, dass wir am gleichen Strang ziehen»
«Wir müssen dem Partner besser ­zeigen, mit welchen Produkten und ­Argumenten er beim Endkunden den Unterschied ausmachen kann.» Felix Ruppanner, ­Country ­Manager ­Switzerland, ­Peoplefone (Quelle: zVg)
«Swiss IT Reseller»: Sie sind seit gut 100 Tagen als Country Manager von Peoplefone im Amt. Können Sie bereits ein erstes Fazit ziehen?
Felix Ruppanner:
Mein erstes Fazit lautet, dass ich sehr beeindruckt bin, insbesondere von den Leuten, die im Unternehmen arbeiten, deren Herzblut und deren Begeisterung für Technologie und Telefonie. Beindruckt hat mich ausserdem die Start-up-Kultur in der Firma – der Wille eines jeden, dem anderen zu helfen. Das geht soweit, dass auch der Besitzer Telefondienst macht, wenn Not am Mann ist. Diese Start-up-Kultur war mit ein Grund, weshalb ich zu Peoplefone gewechselt bin. Was ich in den ersten Wochen im Amt auch gespürt habe ist, dass es am Markt einen riesigen Bedarf an Telefonie, an Kommunikationslösungen und an der Vernetzung von Telefonie mit anderen Technologien gibt. Als Branchenfremder hat man vielleicht das Gefühl, Telefonie sei ein alter Hut, doch in Tat und Wahrheit ist das Gegenteil der Fall. Und nicht zuletzt kann ich als Fazit ziehen, dass wir als Firma zwar wahnsinnig viel gut machen, wir aber auch einen gewissen Nachholbedarf bezüglich Kommunikation haben. Wir sind zu bescheiden und vermitteln unseren Partnern und Kunden zu wenig, was wir alles anbieten, wie gut wir das machen und wie schnell und flexibel wir sind.

Sie haben es gesagt, Sie sind als Branchenfremder zu Peoplefone gekommen, waren zuletzt Länderchef bei einem Hörgerätehersteller und davor in der Pharmabranche tätig – bringen also quasi eine externe Sicht auf die ICT-Branche mit. Welche ­Besonderheiten haben Sie in ebendieser Branche festgestellt?
Eine Besonderheit der Branche ist sicherlich, dass mit Fachbegriffen nur so um sich geworfen wird, womit man sich als Neuling zu Beginn etwas schwertut. Ich habe auch schnell gespürt, dass die Leute, die in der Branche tätig sind, stolz auf das sind, was sie tun, und ihr Spezialistentum in gewissem Sinne zelebrieren – was absolut positiv gemeint und spannend zu beobachten ist. Ich als Neuling schaue mir allerdings unsere Kommunikationskanäle respektive die Art und Weise an, wie wir Informationen nach aussen tragen und stelle fest, dass wir dies oft etwas gar technologieverliebt und kompliziert tun.

Firmengründer Christoph Beaud, der das Amt vor Ihnen innehatte, kümmert sich nun um das Business Development und die Führung der anderen Länderorganisationen und sitzt zwei Büros von Ihnen entfernt. Spüren Sie seinen heissen Atem permanent im Nacken?
Nein, seinen heissen Atem spüre ich nicht. Das Feuer, das in ihm brennt, spüre ich aber sehr wohl, seine Rastlosigkeit dabei, zu spüren, wo der Weg hingeht, wo die Trends liegen, wo wir Partnerschaften suchen und wohin wir expandieren müssen. Dadurch entsteht viel Dynamik im Unternehmen und durch mein Engagement hat Christoph Beaud nun auch die Freiheiten, sich mit Leib und Seele um diese Fragen zu kümmern, um die Firma weiterzuentwickeln, während ich mich um das bestehende Tagesgeschäft kümmere.
Aber Sie können agieren, wie es ­Ihren Vorstellungen entspricht?
Auf jeden Fall. Nur so ist es möglich, dass ich meine Arbeit erledigen kann – und Arbeit steht sehr viel an. Das Unternehmen ist laufend organisch gewachsen, und es ist an der Zeit, nun organisatorisch gewisse Dinge zu optimieren. Denn das ist ein Punkt, der in der Start-up-Kultur, über die wir vorhin gesprochen haben, zum Teil etwas zu kurz gekommen ist. Schön ist, dass die Mitarbeitenden meine Ideen mit offenen Armen in Empfang nehmen.

Als Sie vorgestellt wurden, hiess es unter anderem, dass Sie das Partnernetzwerk von Peoplefone weiterentwickeln sollen? Konnten Sie diese Aufgabe bereits in Angriff nehmen?

Zum Teil. Bislang ging es vor allem darum, Ideen zu entwickeln. Ein Ziel von mir ist es beispielsweise, die bestehenden Kontakte zu Partnern zu intensivieren und ihnen Instrumente in die Hand zu geben, damit sie Peoplefone ihren Kunden gegenüber besser verkaufen können. Letztlich passiert unser Go-to-Market über unsere Partner, somit agieren die Partner quasi als Gatekeeper für unser Geschäft. Wir müssen ihnen also die Produkte, die Argumente und die Instrumente in die Hand geben, damit sie uns erfolgreich beim Kunden präsentieren können. Und hier sehe ich noch sehr viel Potenzial.

Was könnten das für Instrumente sein?
Kommunikationsmittel wie beispielsweise eine Basisdokumentation über Peoplefone, die von unseren Partnern benutzt werden kann in der Kommunikation mit potenziellen Kunden. Denn wir müssen uns bewusst sein, dass das durchschnittliche Schweizer KMU Peoplefone kaum kennen dürfte und dass der Partner diesem KMU zuerst einmal aufzeigen muss, welche Gründe es gibt, von Swisscom weg zu einem ihm wenig bekannten Anbieter zu wechseln. Daneben haben wir viele Produkte im Portfolio, die von unseren Endkunden nur wenig Aufmerksamkeit erhalten. Ich denke da beispielsweise an unsere App oder an den Peoplefone Connector. Hier müssen wir dem Partner besser zeigen, mit welchen Produkten und Argumenten er beim Endkunden den Unterschied ausmachen kann.

Das Produktportfolio als solches ist für Sie aber stimmig, oder eher zu breit?
Im Wesentlichen haben wir zwei Hauptprodukte – den SIP-Trunk und die Hosted-Lösungen – und daneben unzählige Zusatzleistungen, die man als einzelne Produkte sehen kann oder als Ergänzung zu den Hauptprodukten. Diese Einzelprodukte können je nach Kunde den entscheidenden Unterschied ausmachen und sind entsprechend wichtig.
 
1 von 2

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage:
Aus welcher Stadt stammten die Bremer Stadtmusikanten?
Antwort:
Name:
E-Mail:
NEUESTE
EMPFEHLUNGEN
MEISTGELESENE
NEWSLETTER ABONNIEREN
Der tägliche Newsletter mit den wichtigsten Meldungen aus der IT- und CE-Branche.
Bitte Feld nicht ausfüllen:
E-Mail
SWICO AKTUELL
SPONSOREN & PARTNER