«Der Umzug nach Näfels war für uns ein Neustart»

«Der Umzug nach Näfels war für uns ein Neustart»

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2021/12 – Seite 1
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4. Dezember 2021 - Im Sommer 2020 hat Systeam Schweiz ein neues Logistikzentrum in Näfels bezogen, und im zweiten Halbjahr 2021 wurden Distributionsabkommen mit Acer und D-Link abgeschlossen. Fulvio Giglio, ­Schweizer Geschäftsführer des Distributors, erklärt im Interview, wohin die Reise noch gehen soll.
«Der Umzug nach Näfels war für uns ein Neustart»
«Unser Ziel ist es, unseren ­Partnern in Zukunft das komplette ­Lösungsportfolio für den ­Arbeitsplatz anbieten zu können.» Fulvio Giglio, Geschäftsführer, ­Systeam Schweiz (Quelle: zVg)
«Swiss IT Reseller»: Im Logo von Systeam liest man nach wie vor den Claim «…der Drucker Distributor». Wäre es hier nicht an der Zeit, diesen Claim zu überarbeiten?
Fulvio Giglio:
Die Frage ist sicher berechtigt vor dem Hintergrund, dass wir uns aktuell breiter aufstellen. Dass wir unser Sortiment ergänzen, hängt mit der Erwartungshaltung unserer Kunden zusammen. Den ersten Schritt in diese Richtung haben wir vor Jahren vollzogen, als wir DMS-Produkte ins Sortiment aufgenommen haben. Nun gehen wir mit den neu geschlossenen Vertriebsabkommen mit Acer und D-Link, die beide nichts mit dem Druckergeschäft zu tun haben, weiter vorwärts. Unser Ziel ist es, unseren Partnern in Zukunft das komplette Lösungsportfolio für den Arbeitsplatz anbieten zu können. Aus diesem Grund sind wir auch auf der Suche nach weiteren Marken, die unser Sortiment ergänzen. Aber: Unser Hauptgeschäft ist nach wie vor das Geschäft rund um Drucker.

Wie gross ist denn der Anteil des Druckergeschäfts am Gesamtumsatz von Systeam in der Schweiz?
Der Druckeranteil macht rund 80 bis 85 Prozent unseres Umsatzes aus. Die Distribution von Druckern ist nach wie vor unser Kerngeschäft, und wir legen weiter grossen Fokus auf diesen Bereich.

Wie ist die Zusammenarbeit mit Acer, die Anfang September verkündet wurde, angelaufen?

Die Zusammenarbeit ist gut angelaufen, wobei sicherlich geholfen hat, dass Systeam in Deutschland schon seit über 20 Jahren eine Zusammenarbeit mit Acer pflegt. Was wir im Zusammenhang mit Acer – aber auch mit unseren anderen Herstellern – stark zu spüren bekommen, ist die schwierige Lage rund um die Verfügbarkeit. Wir arbeiten mit Acer daran, die Verfügbarkeit zu verbessern, gleichzeitig ist uns bewusst, dass wir als neuer Partner nicht erwarten können, dass Acer uns den langjährigen Partnern gegenüber bevorzugt behandelt. Entsprechend wird es noch einige Zeit dauern, bis das Geschäft mit Acer richtig angelaufen ist. Das Interesse unserer Händler an Produkten von Acer ist aber auf jeden Fall da und gross.
Wie ist es zur Partnerschaft mit D-Link gekommen, die Ende Oktober verkündet wurde?
Auch diese Partnerschaft basiert auf einer Zusammenarbeit, die Systeam mit D-Link in Deutschland pflegt. Systeam Deutschland ist für viele Marken ein Türöffner für uns in der Schweiz. Das Geschäft mit Netzwerklösungen ist für uns ein neues Gebiet, in dem wir noch nicht ganz zuhause sind. Doch wir wurden in jüngerer Vergangenheit vermehrt mit Händleranfragen diesbezüglich konfrontiert, weshalb wir uns entschieden haben, entsprechende Produkte ins Sortiment mit aufzunehmen. Und D-Link bietet uns viel Unterstützung, um auch in diesem Geschäft heimisch zu werden.

Sie haben gesagt, Ihr Ziel sei es, das komplette Lösungsportfolio für den Arbeitsplatz anbieten zu können. Entsprechen Sie damit dem Bedürfnis Ihrer Händler?
Auf jeden Fall. Einerseits erreichen uns zunehmend auch grössere Projektanfragen, in denen verlangt wird, dass wir das Gesamtsortiment anbieten. Andererseits streben die Händler natürlich auch an, alles aus einer Hand beziehen zu können.

Ist die Diversifizierung beim Sortiment auch eine Notwendigkeit, die durch die Pandemiesituation bedingt ist? Ich stelle mir vor, dass das Druckergeschäft stark unter der Corona­situation gelitten hat, da niemand mehr in die Büros ging.
Jein. Ich darf sagen, dass wir recht gut durch die Pandemie gekommen sind, auch wenn wir das Gros unseres Umsatzes mit Druckern und Druckerzubehör machen. Dank unseres breiten Druckersortiments, auch was Marken angeht, konnten wir dort einspringen, wo unsere Mitbewerber vielleicht gewisse Lücken haben. Gerade die Etailer, die in der Pandemie all die Home Offices im Land ausgestattet haben, haben im grossen Stil bei uns eingekauft. Entsprechend stark war das Consumer-Business. Aber natürlich haben wir bei den IT-Dienstleistern gespürt, dass Projekte zurückgestellt wurden. Jetzt gegen Ende Jahr spüren wir aber auch hier wieder eine deutlich gestiegene Nachfrage.
 
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