Init7 fordert Swisscom zur Einstellung von Wingo Internet Max auf

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(Quelle: Wingo)
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25. Juni 2021 - In einem Schreiben an Swisscom-CEO Urs Schäppi fordert der Anwalt von Init7 Swisscom auf, die Werbung für das Angebot Wingo Internet Max per kommendem Wochenende einzustellen.
Der Winterthurer Provider Init7 hat über seinen Anwalt Simon Schlauri eine Abmahnung an die Adresse von Swisscom-CEO Urs Schäppi geschickt. Im Schreiben, das Init7 auf Twitter veröffentlicht hat, prangert Init7 die Preis-/Kostenschere im Zusammenhang mit einem Internetangebot von Swisscoms Billigmarke Wingo an. Konkret geht es um das Angebot Wingo Internet Max, das Swisscom aktuell zu einem Preis von 49 Franken (für einen 10-Gbit/s-Glasfaserzugang) bewirbt. Dieser Preis erfülle den Tatbestand "einer verbotenen Pries-/Kosten-Schere nach Art. 7 Kartellgesetz". Die nach Abzug des Preises für BBCS (Broadband Connectivity Service, also das Wholesale-Angebot von Swisscom) verbleibende Bruttomarge von 10.49 Franken erlaube es Wettbewerbern nicht mehr, gewinnbringend zu arbeiten, erklärt Anwalt Schlauri im Brief an Swisscom.

Entsprechend fordert Simon Schlauri Swisscom im Namen von Init7 auf, die Werbekampagne für das 49-Franken-Angebot "bis Sonntag 27. Juni 2021 einzustellen, allfällige Plakate zu überkleben und das Produkt Wingo Internet Max nicht mehr zum genannten Preis anzubieten." Alternativ könne auch eine umgehende angemessene Preisreduktion für BBCS erfolgen. Falls Swisscom den Forderungen nicht nachkomme, werde Init7 Anzeige bei der Wettbewerbskommission erstatten.
Swisscom entgegnet zu den Vorwürfen, dass man sich dem scharfen Wettbewerb in der Branche, auch über den Preis, nicht entziehen könne. "Beim Angebot von Wingo handelt sich um eine zeitlich begrenzte Aktion in einem Umfeld mit vergleichbaren Aktionen der Mitbewerber im Festnetzbereich", so Sprecher Armin Schädeli gegenüber "Swiss IT Magazine". Die Angebote von Salt (Fr. 49.95, für Mobilfunkkunden sogar Fr. 39.95) und Yallo (Fr. 49.-, für Mobilfunkkunden sogar Fr. 39.-) seien nur eine kleine Auswahl und eine Momentaufnahme des seit längerem extrem stark promotionsgetriebenen Wettbewerbs in der Schweiz, so Schädeli weiter. (mw)

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