x
Ihr Ad-Blocker ist aktiviert
Bitte schalten Sie für diese Webseite den Ad-Blocker und den Schutz vor Aktivitätenverfolgung aus.

Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou soll an USA ausgeliefert werden

Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou soll an USA ausgeliefert werden

(Quelle: CBC)
Link auf diesen Artikel als E-Mail versenden
X
Empfänger:
Ihr Name:
Ihre Mailadresse:
28. Mai 2020 - Meng Wanzhou, Finanzchefin von Huawei, wurde im Dezember 2018 in Kanada verhaftet. Der Konzern soll gegen US-Sanktionen gegen den Iran verstossen haben. Nun hat die Finanzdirektorin im Kampf gegen ihre Auslieferung in die USA einen Rückschlag erlitten.
China beschuldigt Kanada, ein Komplize der USA bei dem Versuch zu sein, Huawei und andere chinesische Technikgiganten zu stürzen, nachdem sich ein kanadisches Gericht in einem Auslieferungskampf gegen die Huawei-Exekutivdirektorin Meng Wanzhou gestellt hatte. Dies berichtet unter anderen "BBC". Meng ist die älteste Tochter des Huawei-Gründers Ren Zhengfei und fungiert als Chief Financial Official (CFO) des Unternehmens. Sie wird von den USA wegen Betrugsvorwürfen im Zusammenhang mit den Sanktionen Washingtons gegen den Iran gesucht und wurde im Dezember 2018 bei einem Zwischenstopp in Kanada verhaftet ("Swiss IT Reseller" berichtete).

Am Mittwoch erlaubte das kanadische Gericht die Fortsetzung des Prozesses zur Auslieferung von Meng an die USA. Während die beiden Länder einen Auslieferungsvertrag haben, erlauben die kanadischen Gesetze eine Auslieferung nur dann, wenn die Anklagen gegen die betreffende Person auch auf kanadischem Boden als Verbrechen gelten würden.

US-Staatsanwälte behaupten, dass Meng gegenüber Führungskräften der HSBC-Bank über Skycom gelogen habe, einer Firma, die angeblich Geschäfte im Iran tätigte. Mengs Anwälte argumentieren, dass sie nicht ausgeliefert werden kann, weil Kanada zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung 2018 keine Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verhängt hatte.
Richterin Heather Holmes entschied jedoch, dass die Anklage wegen Betrugs und nicht die Sanktionen das Hauptproblem seien. Holmes merkte auch an, dass Kanada zwar keine Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verhängt hatte, als Meng zum ersten Mal inhaftiert wurde, dass aber die US-Massnahmen "nicht grundlegend gegen die kanadischen Werte verstiessen".

Der Fall soll im nächsten Monat fortgesetzt werden, wobei die kanadische Justiz untersuchen soll, ob genügend Beweise vorliegen, um eine Auslieferung zu rechtfertigen. Mengs Anwälte werden nächste Woche ebenfalls vor Gericht erscheinen und argumentieren, dass die kanadischen Behörden ihre Rechte verletzt hätten, als sie vor ihrer Verhaftung Ende 2018 Beweise sammelten. (swe)

Weitere Artikel zum Thema

Weitere US-Sanktionen: TSMC darf keine Chips mehr an Huawei verkaufen
18. Mai 2020 - US-Präsident Trump hat die Sanktionen gegen Huawei weiter verschärft. In der Folge verliert das chinesische Unternehmen seinen wichtigsten Chip-Lieferanten.
US-Präsident verlängert Sanktionen gegen Huawei und ZTE
15. Mai 2020 - Die USA bleiben im Handelsstreit mit China hart. US-Präsident Trump erneuerte eine Verordnung, die US-Firmen daran hindert, Telekommunikationsgeräte von Unternehmen zu verwenden, die ein nationales Sicherheitsrisiko darstellen.
Google will wieder an Huawei liefern
26. Februar 2020 - Google warnt User vor dem Sideloading der Google Mobile Services auf Huawei-Geräten. Gleichzeitig stellte der Konzern nun aber einen Antrag an die US-Regierung, wieder mit Huawei zusammenarbeiten zu dürfen.

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage:
Aus welcher Stadt stammten die Bremer Stadtmusikanten?
Antwort:
Name:
E-Mail:
NEUESTE
EMPFEHLUNGEN
MEISTGELESENE
NEWSLETTER ABONNIEREN
Der tägliche Newsletter mit den wichtigsten Meldungen aus der IT- und CE-Branche.
Bitte Feld nicht ausfüllen:
E-Mail
SWICO AKTUELL
SPONSOREN & PARTNER