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Schweizer ICT-Freelancer verdienen gut

Schweizer ICT-Freelancer verdienen gut

(Quelle: Doris Jungo/Pixabay)
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3. April 2019 - Die verlangten Stundensätze werden in über 50 Prozent der Fälle gewährt und freiberufliche ICT-Spezialisten hierzulande profitieren vom Fachkräftemangel, wie die Gulp Freelancer Studie für die Schweiz zeigt.
Die Tatsache, dass die Schweiz ein Hochlohnland ist, und auch der hiesige Fachkräftemangel spielen den Freelancern hierzulande in die Hände, wie eine Umfrage von Gulp, Personaldienstleister spezialisiert auf Freelancer aus den Bereichen IT- und Engineering, zeigt. Die Umfrage wurde zwischen September und Dezember 2018 erstmals auch in der Schweiz durchgeführt.

Demnach sind die hiesigen Freiberufler gemäss der Gulp Freelancer Studie 2018, an der 582 IT- und Engineering-Freelancer teilgenommen haben, so gefragt, dass die verlangten Stundensätze von über 50 Prozent der Auftraggeber ohne Verhandlung akzeptiert werden. Allerdings werden bei vielen Freelancern die Stundenansätze gedrückt – bei 6,6 Prozent gar um über 20 Prozent.

Die Tendenz der Stundensätze zeigt aber nach oben, wollen doch rund 40 Prozent der Umfrageteilnehmer ihren Tarif beim nächsten Projekt erhöhen. Dabei bewegen sich die Stundensätze wohlgemerkt bereits auf einem hohen Niveau. Der durchschnittliche Stundensatz, inklusive Spesen und Reisekosten, liegt bei 151.97 Franken und somit mehr als ein Drittel höher als in Deutschland. 60 Prozent der befragten Freelancer hierzulande erhalten dabei pro Stunde mehr als 150 Franken. Dabei gilt es aber festzuhalten, dass mit fast 70 Prozent der Anteil an Hochschulabsolventen weit überdurchschnittlich ist. Zum Vergleich: Der Durchschnittswert der 25- bis 65-jährigen Schweizer liegt gemäss dem Bundesamt für Statistik bei knapp 28 Prozent (2017).

Sicherheit, Beratung und Prozessanalyse bringen Geld

Schweizer ICT-Freelancer verdienen gut
(Quelle: Gulp)
Den höchsten Stundensatz erhalten Freelancer aus dem Bereich ICT-Sicherheitsmanagement, die einen Stundensatz von über 180 Franken verrechnen können, gefolgt von der Business- sowie Prozessanalyse, wo der Stundensatz bei rund 175 Franken liegt. An dritter Stelle liegen Freelancer im Bereich ICT-Beratung, die pro Stunde rund 168 Franken verrechnen können. System Engineers und System-Architekten erhalten derweil den niedrigsten Stundensatz, der sich auf knapp 117 Franken beläuft.

Des weiteren zeigt die Studie, dass bei den Freelancern im Gegensatz zu Festangestellten im Arbeitsmarkt ein Alter über 50 Jahre nicht negativ gewertet wird. So erzielen Freiberufler zwischen 50 und 59 Jahren die höchsten Stundensätze. Sie erhalten im Durchschnitt pro Stunde rund 160 Franken und liegt damit 4,36 Prozent über dem Mittelwert von 151.97 Franken. Ein anderes Bild zeigt sich bei den Freelancern unter 30 Jahre. Hier liegt der Stundensatz bei 124 Franken und somit 18,36 Prozent unter dem Durchschnitt.
 
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