Jugendliche verschulden sich immer öfters beim Online-Shopping

Jugendliche verschulden sich immer öfters beim Online-Shopping

Link auf diesen Artikel als E-Mail versenden
X
Empfänger:
Ihr Name:
Ihre Mailadresse:
10. April 2017 - Die Schuldenfalle Mobilephone wurde bei den Jugendlichen durch die Schuldenfalle Online-Shopping abgelöst. Immer mehr Teenager kaufen Online ein, ohne die Rechnungen zu bezahlen.
Gemäss einem Artikel, der in der "NZZ am Sonntag" erschienen ist, kaufen immer mehr Jugendliche im Internet ein, ohne bezahlen zu können. Konkret geht es im Text um den Fall einer 14-jährigen Schülerin, die auf dem Onlineportal von Zalando Ware für mehrere 100 Franken bestellt hat, ohne dafür zu bezahlen. Inzwischen belaufen sich die Forderungen einer Inkassofirma, die für das Online-Portal Schulden eintreibt, auf rund 1300 Franken. Dieser Fall sei kein Einzelfall, heisst es im Artikel. Das Problem sei, dass Online-Shops eine grosse Verlockung für Jugendliche im Teenageralter darstellen und diverse Shops, darunter auch Zalando, Bestellung auf Rechnung bereits ab 14 Jahren gewähren. Gegenüber der "NZZ am Sonntag" erklärte eine Zalando-Sprecherin zwar, dass man die Konten von Jugendlichen sperren würde, falls die Eltern intervenieren würden.
Wie hoch die Jugendverschuldung im Bereich Online-Shopping in der Schweiz tatsächlich ist, ist unbekannt. Das Bundesamt für Statistik erfasst beispielsweise keine Daten zu dieser Thematik. Zudem dürfte es eine relativ hohe Dunkelziffer geben, da oftmals die Eltern für die Schäden ihrer Sprösslinge aufkämen. Agnes Würsch von Plusminus, der Budget- und Schuldenberatung Basel, erklärte gegenüber der "NZZ am Sonntag", dass die Schuldenfalle Mobilephone durch die Schuldenfalle Online-Shopping bei den Jugendlichen abgelöst wurde.

Darüber hinaus geht aus dem Artikel hervor, dass auch Eltern versuchen würden, Rechnungen aus Online-Bestellungen zu umgehen. Etwa dadurch, dass sie ihre Babys als Besteller erfasst haben. Offizielle Schuldner seien rechtlich gesehen in diesen Fällen tatsächlich die Kleinkinder. Deswegen gebe es in der Schweiz auch einzelne Fälle, in denen Online-Unternehmen ein- und zweijährige Kinder betrieben haben. (asp)

Weitere Artikel zum Thema

Die umsatzstärksten Schweizer Onlineshops
20. September 2016 - Digitec war mit einem Umsatz von über 640 Millionen Franken im letzten Jahr erneut der umsatzstärkste B2C-Online-Shop in der Schweiz. Im B2B-Bereich dominiert nach wie vor elektro-material.ch.
Ex Libris ist bester Onlineshop der Schweiz
12. Mai 2016 - Der grosse Sieger und Champion des Swiss E-Commerce Award 2016 heisst Ex Libris. Doch auch die beiden Online-Fashion-Shops About You und Zalando wurden gleich mehrfach ausgezeichnet. Der Start-up Award ging derweil an Kleiderberg.

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage:
Vor wem mussten die sieben Geisslein aufpassen?
Antwort:
Name:
E-Mail:
NEUESTE
EMPFEHLUNGEN
MEISTGELESENE
NEWSLETTER ABONNIEREN
Der tägliche Newsletter mit den wichtigsten Meldungen aus der IT- und CE-Branche.
Bitte Feld nicht ausfüllen:
E-Mail
SWICO AKTUELL
SPONSOREN & PARTNER